Doping: Kronzeuge Frigo rettet seinen Kopf - DER SPIEGEL
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Doping Kronzeuge Frigo rettet seinen Kopf

Den beim Giro d'Italia wegen Dopings ausgeschlossenen Radprofi Dario Frigo erwartet nur eine geringe Strafe.
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Rom - Wie die Zeitung "La Gazzetta dello Sport" berichtet, fordert die Antidopingkommission des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni) für den 27-jährigen Frigo eine Sperre von sechs Monaten. "Frigo hat sich außergewöhnlich kooperativ gezeigt", begründete Kommissionschef Giacomo Aiello die geringe Strafforderung. Sollte sich die Disziplinarkommission des italienischen Radsportverbands dem Strafmaß anschließen, könnte Frigo bereits am 8. Dezember dieses Jahres wieder starten.

Im Rahmen der Dopingrazzia beim diesjährigen Giro d'Italia am 6. Juni in San Remo waren bei Frigo Dopingmittel gefunden worden. Sein Team Fassa Bartolo hatte den an Position zwei im Gesamtklassement liegenden Fahrer zwei Tage nach der Razzia vom Rennen zurückgezogen und gesperrt. Frigo gab den Besitz der Medikamente zu, bestritt jedoch jegliches Doping während des Giro.

Außer gegen Frigo ermittelt die Staatsanwaltschaft in Florenz gegen weitere 85 Personen, darunter rund 60 Profis. Unter den Verdächtigen ist auch Frigos Konditionstrainer Massimo De Ritis. Für De Ritis, der mehreren Vorladungen nicht gefolgt war, fordert die Coni-Antidopingkommission einen lebenslangen Ausschluss von allen nationalen und internationalen Radrennen.

Comeback von Virenque und Pantani

Während Frigo also vermutlich Ende des Jahres wieder ins aktive Renngeschehen eingreifen wird, feiert Richard Virenque am 17. August beim Kriterium in Montpon sein Comeback. Der französische Radprofi, entscheidend beteiligt am Dopingskandal bei der Tour de France 1998, war für neun Monate gesperrt worden. Der 31-jährige Virenque, der schon das Ende seiner aktiven Karriere befürchten musste, wird für sein neues Team Domo-Farm Frites vermutlich auch an der Spanien-Rundfahrt im September teilnehmen.

Auch Marco Pantani kehrt in den Radzirkus zurück. Zwei Monate nach seinem Ausstieg beim Giro d'Italia wird der frühere Giro- und Tour-de-France-Sieger an der Kastilien-Rundfahrt (5. bis 9. August) teilnehmen. Der des Dopings überführte Kapitän des italienischen Mercantone Uno-Teams war am 6. Juni vor der entscheidenden Bergetappe des Giro d'Italia in San Remo ausgestiegen und hatte seitdem kein Rennen mehr bestritten.