Doping: Leichtathletik-Boss Diack vertraut Bolt - DER SPIEGEL
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Dopingverdacht Leichtathletik-Boss vertraut Bolt

Ehrenerklärung für den Superstar: Leichtathletik-Weltverbandschef Lamine Diack hält 100-Meter-Weltrekordmann Usain Bolt für sauber. Ohnehin wehrt sich der 80-Jährige gegen eine generelle Verdächtigung der Sprinter. Die Dopingfälle der vergangenen Wochen lassen ihn unbeeindruckt.
Leichtathletik-Weltverbandschef Diack: "Bolt ist sauber"
Leichtathletik-Weltverbandschef Diack: "Bolt ist sauber"

Leichtathletik-Weltverbandschef Diack: "Bolt ist sauber"

Foto: David Ramos/ Getty Images
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Hamburg - Lamine Diack, der Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), hält nach den jüngsten Dopingskandalen einen Generalverdacht gegen die Sprinter und die Verdächtigungen gegen Weltrekordler Usain Bolt für unfair und falsch. "Dieser völlig düsteren Einschätzung möchte ich widersprechen", erklärte der 80-jährige Senegalese vor den am Samstag in Moskau beginnenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften. "Usain Bolt ist sauber - und die meisten Sprinter, die unter zehn Sekunden laufen, sind es ebenfalls."

Ebenso sieht er die WM nicht dadurch beschädigt, dass mit Tyson Gay (USA) sowie den drei Jamaikanern Asafa Powell, Veronica Campbell-Brown und Sherone Simpson gleich vier Weltklasse-Sprinter nach positiven Tests kurz vor den Titelkämpfen in Moskau aus dem Verkehr gezogen wurden. "Jeder positive Fall beschädigt die Leichtathletik nicht, sondern macht sie stärker", meinte Diack. "Wir müssen ohne Angst den Kampf gegen Doping fortsetzen, obwohl es unmöglich ist, ihn jemals zu gewinnen." Die absolute Mehrheit der Athleten sei sauber - "aber diejenigen, die für solche schlechten Nachrichten sorgen, prägen ein unrealistisches Bild unseres Sports".

Positiv wertet Diack es auch, dass in dem Jahr vor der WM in Moskau zahlreiche russische Athleten des Dopings überführt wurden. "Es ist ein sehr gutes Zeichen, da positive Tests von Athleten eines Landes bekanntgemacht werden, das unsere größte Veranstaltung ausrichtet", sagte Diack: "Ich denke, man sollte mehr Sorgen haben, wenn es keine positiven Tests von russischen Leichtathleten gegeben hätte."

aha/dpa