Doping: Leipold verklagt das IOC - DER SPIEGEL
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Doping Leipold verklagt das IOC

Nachdem ihm die Goldmedaille von Sydney wegen Dopings aberkannt worden ist, will sie Alexander Leipold nun mit juristischen Mitteln zurückgewinnen. So wie es aussieht, wird dies ein zäher Ringkampf.
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Kaiserslautern - Der des Doping-Missbrauchs überführte Ringer Alexander Leipold hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) verklagt. Leipolds Anwalt Axel Ulmer hat das Absenden der Berufungsunterlagen seines Mandanten an den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne bestätigt. Leipold, bei dem in A- und B-Proben deutlich überhöhte Nandrolonwerte festgestellt worden waren, geht damit gegen die Aberkennung seines Olympiasiegs von Sydney durch das IOC vor und fordert seine Goldmedaille zurück.

"In den nächsten drei bis sechs Monaten wird es wahrscheinlich zu einer mündlichen Verhandlung kommen. So sind die Fristen beim Sportgerichtshof", erklärt Ulmer. "Zunächst müssen beide Seiten eine schriftliche Stellungnahme abgeben, dann wird ein Schiedsgericht installiert", beschreibt der Anwalt aus Kaiserslautern die Verfahrensweise.

Weitere Angaben über die Begründung des Berufungsantrages verweigerte Ulmer. "Dazu will ich zurzeit noch nichts sagen", so Leipolds Rechtsbeistand. Der Schifferstädter Ringer Leipold schöpft allerdings Hoffnung aus einem ähnlichen Fall im Fußball: Im Urin des Regionalliga-Spielers Manuel Cornelius von Tennis Borussia Berlin war wie bei Leipold Nandrolon festgestellt worden. Trotzdem wurde das Verfahren vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eingestellt.

Darüber hinaus prüft Ulmer ein juristisches Vorgehen gegen die vom Internationalen Ringerverband (Fila) ausgesprochene zweijährige Sperre für Leipold. "Aller Voraussicht nach werden wir auch dagegen etwas unternehmen", so der Anwalt.