Doping Pawlowitsch kommt mit Verwarnung davon
Salt Lake City - "Sie ist aus Sicht der Exekutive eher Opfer als Täter gewesen", sagte IOC-Generaldirektor Francois Carrard am Freitagabend. Pawlowitsch wurde wegen "Nichterscheinens zur Dopingprobe" nur verwarnt. Somit kann die weißrussische Shorttrackläuferin im Olympischen Dorf wohnen bleiben und an der Schlussfeier am Sonntag teilnehmen.
Ausgeschlossen von den Spielen wurden dagegen ihre Mutter und Trainerin Tatjana Pawlowitsch sowie Teamarzt Jewgenij Lowitskij. Beide hatten der 22-jährigen Athletin Nahrungsergänzungsmittel gegeben, die sie aus Weißrussland mitgebracht hatten. Die Verunreinigungen in den Produkten sollen bei der Dopingprobe zu einem 380-fach erhöhten Nandrolonwert geführt haben.
Die erste Probe war wegen einer unsachgemäßen Versiegelung nicht brauchbar, weshalb ein weiterer Dopingtest angeordnet wurde. Zur zweiten Kontrolle war Pawlowitsch jedoch nicht erschienen. Stattdessen verließ sie für drei Tage das Olympische Dorf. Deshalb war bereits der weißrusssiche Chef de Mission Jaroslaw Barischkow als Fluchthelfer von den Spielen ausgeschlossen worden.