Doping: Radprofi Vandenbroucke muss vor Gericht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Doping Radprofi Vandenbroucke muss vor Gericht

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Brüssel - Der belgische Radprofi Frank Vandenbroucke muss sich wegen des illegalen Besitzes von Arzneimitteln vor einem Strafgericht verantworten. Ein Berufungsgericht im belgischen Termonde erklärte am Dienstag die Strafrichter im Fall des früheren Weltranglistendritten für zuständig. Bei dem 27-Jährigen waren bei einer Durchsuchung der Polizei im Februar 2002 Morphium und acht Dopingsubstanzen inklusive Epo und Clenbuterol gefunden worden.

Vandenbroucke hat 15 Tage Zeit, gegen die heutige Entscheidung Berufung einzulegen. Seine Anwälte kündigten bereits an, diesen Schritt unternehmen zu wollen.

Vandenbroucke war nach den Medikamentenfunden im vergangenen Jahr wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen für zunächst 18 Monate, davon zwölf zur Bewährung, vom Radsport-Weltverband UCI gesperrt worden. Wegen eines Verfahrenfehlers wurde die Sperre vom obersten Sportgerichtshof CAS jedoch aufgehoben. Nur in seiner Heimatprovinz Flandern wurde Vandenbroucke vom 1. September 2002 an für sechs Monate gesperrt.

Die Anwälte von Vandenbroucke, der in dieser Saison für das italienische Fassa-Bortolo-Team in den Sattel steigt, argumentierten in der aktuellen Anhörung, dass eine Person nicht zweimal für die gleiche Tat vor Gericht gestellt werden könne.