Doping Rumäne droht mit Hungerstreik
Sydney - Die rumänischen Gewichtheber dürfen doch weiter an den olympischen Wettbewerben in Sydney teilnehmen. Der Weltverband IWF hob am Montag den Ausschluss des kompletten Teams wegen drei positiver Dopingproben wieder auf und verhängte stattdessen eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 112.000 Mark, die das rumänische Nationale Olympische Komitee nach eigenen Angaben bereits bezahlte. Marioara Munteanu nahm am Nachmittag (Ortszeit) an der 53-kg-Konkurrenz der Frauen teil.
Unterdessen hat der rumänische Gewichtheber Andrei Claudiu Mateias mit einem Hungerstreik gedroht. Damit will der 32-Jährige einen weiteren Doping-Test erzwingen, um seine Unschuld zu beweisen. Mateias ist einer der beiden Rumänen gewesen, der nach einer positiven Trainingskontrolle von einem Olympia-Start ausgeschlossen wurde. "Wenn sie mir nicht einen weiteren Test erlauben, trete ich heute in den Hungerstreik", sagte Mateias, der in der Klasse bis 105 kg antreten wollte. Nach Angaben von Schödl beteuern die Rumänien, nie Doping-Mittel genommen zu haben.
Am Sonntag war das ganze Team ausgeschlossen worden, da man bereits drei Heber des Landes innerhalb eines Jahres wegen Dopings erwischt hatte. Während die überführten Traian Ciharean und Mateias schon nach Sydney gereist waren, stammt der Fall ihres Landsmannes Razvan Ilie aus dem Mai.