Doping Rumänisches Gewichtheberteam ausgeschlossen
Sydney - Das komplette rumänische Gewichtheber-Team ist am Sonntag vom Weltverband (IWF) mit sofortiger Wirkung von den Olympischen Spielen in Sydney ausgeschlossen worden. Die IWF traf die Entscheidung auf Grund seiner Statuten, wonach ein nationaler Verband im Falle von drei positiven Dopingproben seiner Aktiven innerhalb eines Kalenderjahres für zwölf Monate ausgesperrt wird.
Auslöser des IWF-Beschlusses waren die am Freitag bekannt gewordenen Fälle des Olympia-Dritten Traian Ciharean und Andrei Mateias. Für den ersten Dopingfall bei den rumänischen Gewichthebern hatte Weltmeister Razvan Ilie bereits im Mai gesorgt. Von der Sperre sind drei Mitglieder der rumänischen Gewichtheber-Mannschaft in Sydney betroffen. Am Samstag hatte Adrian Jigau noch am Wettbewerb in der Klasse bis 56 teilnehmen können. Sein siebter Platz wurde allerdings aus den Ergebnislisten gestrichen.
Vorläufig ausgeschlossen wurde auch der norwegische Gewichtheber Stian Grimseth. Gemäß den IWF-Regeln wurde der Schwerathlet wegen einer am 2. September in Norwegen positiven Probe bis zum Ergebnis der B-Probe suspendiert.
"Die hier bekannt gewordenen Tests sind nicht in Sydney unter Hoheit des Internationalen Olympischen Komitees erfolgt, sondern im Vorfeld. Die Athleten sind aufgefordert worden, dass Dorf zu verlassen", erklärte Francois Carrard, Generalsekretär des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Unabhängig von den rumänischen Gewichthebern gibt es nach Angaben des Funktionärs noch zwei "strittige Fälle", die momentan von der Medizinischen Kommission des IOC untersucht werden. Dabei handelt es sich um Sportler, die bereits im Olympischen Dorf wohnen und erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Wettkämpfe eingreifen.