Doping Sicherheitsprobleme bei Testflaschen
BEREG-KIT-Anti-Dopingflaschen (2016)
Foto: AP/ BerlingerDie Weltantidopingagentur (Wada) prüft aufgrund eines Verdachts die Unversehrtheit von Sicherheitsflaschen des Schweizer Entwicklers Berlinger, in denen Doping-Proben gelagert werden. Wie die Wada auf ihrer Internetseite mitteilte, habe sie durch das Kölner Analyselabor den Hinweis erhalten, dass die derzeit eingesetzten Flaschen nach dem Einfrieren der Proben manuell geöffnet werden könnten.
Das Schweizer Technologie-Unternehmen hat im vergangenen Jahr unter dem Namen "BEREG-KIT Geneva" eine neue Generation von Anti-Doping-Sicherheitsflaschen entwickelt und seit Herbst 2017 ausgeliefert. Diese Flaschen sollten auch bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar 2018) eingesetzt werden. Es handelt sich dabei bereits um die zweite weiterentwickelte Variante nach dem russischen Dopingskandal um die Winterspiele in Sotschi 2014.
"Bedenken und Fragen"
"Die Wada erkennt, dass diese Situation, wenn sie bestätigt wird, Bedenken und Fragen aufwerfen wird", heißt es in der Wada-Mitteilung. Den Athleten und anderen Interessengruppen werde versichert, dass die Wada entschlossen sei, sich mit dem Schweizer Hersteller des Problems anzunehmen, bis die Angelegenheit geklärt sei.
Bei einer Doping-Kontrolle werden zwei Flaschen für eine A- und B-Probe genutzt. Die B-Probe wird eingefroren und nur genutzt, wenn ein Athlet die Analyse der A-Probe anzweifelt.
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi waren Doping-Proben russischer Athleten mit Hilfe des Inlandsgeheimdienstes FSB geöffnet und der Inhalt gegen sauberen Urin ausgetauscht worden. Als Konsequenz aus den Doping-Manipulationen ist das russische Nationale Olympische Komitee von den Pyeongchang-Spielen suspendiert worden. Das Internationale Olympische Komitee gewährt jedoch 169 individuell geprüften russische Athleten das Startrecht unter neutraler Flagge und als "Olympische Athleten aus Russland".