Doping Test bestätigt positive Probe bei Mayo
Hamburg - Die französische Sportzeitung "L'Equipe" berichtete, die kürzlich vorgenommene Gegenanalyse habe den positiven Befund der A-Probe vom 24. Juli bestätigt. Der spanische Radsport-Verband (RFEC) hatte Mayo im Oktober vom Doping-Vorwurf freigesprochen, weil eine erste B-Probe kein eindeutiges Ergebnis gebracht hatte.
Nachdem die erste Gegenanalyse im belgischen Gent vorgenommen worden war, hatte der Weltverband UCI die erneute Überprüfung im Pariser Doping-Labor Chatenay-Malabry angeordnet. Mayo, der jegliches Doping bestreitet und sich durch die erste B-Probe bestätigt sieht, muss somit weiterhin eine Sperre von zwei Jahren befürchten, erwägt für diesen Fall allerdings eine Klage vor dem Obersten Sportgerichtshof Cas in Lausanne. Diesen Schritt behält sich aber auch die UCI vor, falls Mayo nicht vom spanischen Verband gesperrt werden sollte.
Die umstrittene Blutkontrolle war dem Kletterspezialisten am zweiten Tour-Ruhetag entnommen worden. Nach dem positiven Befund war der 30-Jährige von seinem Rennstall Saunier Duval suspendiert worden. Mayo war zuvor schon im Juni beim Giro d'Italia mit überhöhten Testosteron-Werten aufgefallen, von der UCI jedoch mit dem Hinweis auf einen angeblich natürlich erhöhten Testosteron-Wert entlastet worden.
Auch der positive Doping-Befund beim belgischen Radprofi Björn Leukemans ist durch die B-Probe bestätigt worden. Der 30-Jährige war im September im Vorfeld der Weltmeisterschaften von Stuttgart positiv auf Testosteron getestet und von seinem Team Predictor-Lotto suspendiert worden. Ihm droht eine Sperre von zwei Jahren. Über das genaue Strafmaß will der belgische Radsport-Verband am 10. Januar entscheiden.
bri/sid