Doping Ullrich erwägt Klage gegen Voet
Stuttgart - Jan Ullrich erwägt gegen Aussagen des ehemaligen Festina-Betreuers Willy Voet, 95 Prozent der Fahrer bei der Tour de France seien gedopt, vorzugehen. "Mir ist kein Tour-Sieger bekannt, der ohne Doping gewonnen hat", hatte Voet im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF am Samstagabend behauptet.
"Das ist natürlich eine Riesenrufschädigung für mich. Ich lasse das prüfen. Wenn man gerichtlich dagegen angehen kann, dann mache ich das auch", sagte Ullrich, Tour-de-France-Sieger 1997, am Sonntagabend in der SWR-Sendung "Sport im Dritten".
Thema Doping nervt Ullrich
Ullrich geht das Thema Doping "in letzter Zeit ziemlich auf den Nerv". Überall werde er nur noch darauf angesprochen. "Dass das so aufgebauscht wird, ärgert mich schon, das haben wir nicht verdient." Kritik übte der 27-Jährige an der Razzia italienischer Ermittlungsbehörden beim Giro d'Italia. "Man musste etwas finden und es publik machen, sonst hätte sich die Razzia ja nicht gelohnt."
Ullrichs Manager Wolfgang Strohband erwägt zudem gerichtliche Schritte gegen die italienischen Behörden wegen Verleumdung. Die Staatsanwaltschaft soll auf Grund der Funde von Asthma-Medikamenten auch gegen Ullrich ermitteln.