Doping: Urinproben sollen Armstrong entlasten - DER SPIEGEL
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Doping Urinproben sollen Armstrong entlasten

Frankreichs Justiz beendet die Diskussion um eine mögliche Vernichtung der bei der diesjährigen Tour de France entnommenen Urinproben. Der Manager des unter Doping-Verdacht stehenden Tour-Sieges Lance Armstrong sieht darin eine Chance.
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PNew York - Die bei der vergangenen Tour de France eingefrorenen Doping-Proben können die Unschuld des zweifachen Tour-Siegers Lance Armstrong (USA), gegen den die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, beweisen. Diese Ansicht vertrat Bill Stapleton, der Manager des Texaners, der inzwischen mit dem orbereitungsprogramm auf die kommende Saison in seiner Heimatstadt Austin/Texas begann. Armstrong dementiert nach wie vor vehement den Gebrauch von Doping-Präparaten.

Die französische Sportministerin Marie-George Buffet hatte die 93 eingefrorenen Urinproben, die sich im Besitz des Internationalen Radsport-Verbandes UCI befanden, beschlagnahmt. In einer nachträglichen Analyse könnte der eventuelle Gebrauch des Blut-Doping-Mittels EPO nachgewiesen werden.

Das Armstrong-Team US Postal, dessen Mitglied Kevin Livingston (USA) in der kommenden Saison bei Telekom fährt, steht unter Doping-Verdacht. Ein französisches Fernseh-Team hatte während der vergangenen Tour Behälter sichergestellt, die dem amerikanischen Team zugeordnet wurden. Darin sollen sich unter anderem Reste des in Norwegen hergestellten Präparats "Actovegin" befinden, das ähnlich wie EPO wirken soll. Allerdings steht das bisher wenig bekannte "Actovegin" nicht auf der Dopingliste.

"Das ist eine große Chance, dass sich Lance und die Mannschaft rein waschen", erklärte Stapleton, nachdem bekannt geworden war, dass die Tour-Proben nicht - wie ursprünglich geplant - vernichtet werden.