Doping Van Almsick beklagt mangelnde Dopingbekämpfung
Düsseldorf - Franziska van Almsick hat die ihrer Meinung nach mangelnde Dopingbekämpfung kritisiert. "Ich habe den Eindruck, dass nicht alle hundertprozentig wollen, dass etwas dagegen getan wird", sagte die Schwimmerin dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Über möglicherweise gedopte Konkurrentinnen bei den Olympischen Spielen werde sie sich aber nicht den Kopf zerbrechen. Den Dopingfall Dieter Baumann bezeichnete die Berlinerin als "Lachnummer".
Sportlich verglich die 22-jährige van Almsick ihre Ausgangslage vor Olympia mit der von vier Jahren in Atlanta: "Ich bin entspannter, kenne die Situation und werde nicht daran zerbrechen, wenn es nicht klappt." Die Sportlerin kann nicht erklären, warum sie in Sachen Vermarktung und öffentliche Aufmerksamkeit immer noch vor ihren Kolleginnen rangiert: "Irgendetwas muss es aber sein. Etwas, was Sandra Völker oder früher Dagmar Hase nicht hatten. Was auch immer es ist, ich bin jedenfalls dankbar dafür", sagte van Almsick. Für die Zeit nach der Sport-Karriere kündigte sie an: "Die Leute müssen sich daran gewöhnen, dass ich nicht mehr die kesse Göre bin. Für viele wird es schwer vorstellbar sein, dass ich irgendwann die Business-Frau van Almsick sein werde."