Doping: Wada fordert Untersuchung der Jones-Akten - DER SPIEGEL
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Doping Wada fordert Untersuchung der Jones-Akten

Für die Welt-Anti-Doping-Agentur ist der Fall Marion Jones noch lange nicht abgehakt. Die Doping-Jäger wollen eine weitere Untersuchung der Akten im Fall der geständigen Sprinterin. Präsident Richard Pound zweifelt indirekt an der Korrektheit der Kontrollen.
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Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) fordert von der nationalen US-Agentur eine erneute Untersuchung der Doping-Akten des geständigen Leichtathletikstars Marion Jones. "Es ist nicht witzig, wenn jemand 160 mal getestet wird und später zugibt, schon vor Sydney 2000 gedopt zu haben", sagte der scheidende Wada-Präsident Richard Pound am Rande der Weltkonferenz in Madrid. Die von Jones genutzten Mittel mögen damals nicht nachweisbar gewesen sein, aber vielleicht gebe es andere Erklärungen, so Pound.

"Wir müssen sehen, wo die Tests gemacht wurden, was für Tests und wie die Umstände waren", sagte der Kanadier. Die 31-Jährige Jones hatte Anfang Oktober Doping mit dem Steroid Tetrahydrogestrinon (THG) von September 2000 bis Juli 2001 gestanden und war anschließend zurückgetreten. Schließlich hatte Jones auch ihre in Sydney gewonnenen fünf Olympiamedaillen zurückgegeben. Die Anti-Doping-Agentur der USA erkannte ihr alle Wettkampfergebnisse ab 1. September 2000 ab und sperrte sie trotz ihres Rücktritts für zwei Jahre.

fpf/sid