Dopingfall: Gewichtheber muss ins Gefängnis - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dopingfall Gewichtheber muss ins Gefängnis

Bei den Olympischen Spielen in Athen vor zwei Jahren hatte Gewichtheber Leonidas Sampanis die Brondemedaille gewonnen. Anschließend wurde er des Dopings überführt. Die Plakette wurde ihm aberkannt. Doch damit nicht genug.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Athen - Sampanis wurde von einem Athener Gericht zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Aufgrund seines positiven Testosteron-Befundes bei den Olympischen Spiele 2004 in Athen muss Sampanis vorbehaltlich seiner bereits angekündigten Berufung sechs Monate in Haft.

Der Schwerathlet hatte 2004 bei den Sommerspielen im eigenen Land mit Platz drei in der 62-Kilogramm-Klasse die erste Medaille für die Gastgeber gewonnen. Nach seinem positiven Dopingtest erkannte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Sampanis Bronze jedoch ab und sprach dem Venezolaner Israel Jose Rubio die Medaille zu.

Im Vorjahr hatte Sampanis seine Klage beim internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne gegen die IOC-Entscheidung ohne Angabe von Gründen zurückgezogen. Das Athener Zivilgericht folgte der Verschwörungstheorie von Sampanis nicht. Der Anwalt und auch der frühere Trainer des Dopingsünders hatten vergeblich argumentiert, dass die vorsätzliche Einnahme von Testosteron wenige Tage vor dem olympischen Wettkampf wegen der zu erwartenden Kontrollen viel zu riskant gewesen wäre.

pav/sid