Dopingfall Hamilton: Einmal positiv, einmal negativ - DER SPIEGEL
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Dopingfall Hamilton Einmal positiv, einmal negativ

In den Fall Tyler Hamilton ist Bewegung gekommen. Der Verdacht auf Blutdoping beim Olympiasieg in Athen hat sich vorerst nicht bestätigt. Seine Goldmedaille darf der Amerikaner möglicherweise behalten - eine Sperre droht ihm trotzdem. Denn Hamiltons B-Probe von der Vuelta erhärtete den Dopingverdacht.
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Lausanne - Wie Hamiltons Schweizer Team Phonak heute mitteilte, war die in Lausanne untersuchte B-Probe des Radprofis vom olympischen Zeitfahren negativ. Jedoch habe die Gegenanalyse der bei der Spanien-Rundfahrt (8. Etappe am 11. September) vorgenommenen Kontrolle das Resultat der A-Probe - und damit den Verdacht auf Blutdoping - bestätigt.

Hamilton beteuerte in einer Erklärung erneut, sich keines Fehlers bewusst zu sein. "Ich bin zu 100 Prozent unschuldig", erklärte der 33-Jährige, bezog sich dabei aber ausdrücklich nur auf das olympische Zeitfahren ("Diese Goldmedaille lasse ich mir nicht nehmen"), nicht aber auf die Vuelta. Nach der negativen B-Probe vom olympischen Zeitfahren kann der Amerikaner zwar darauf hoffen, seine Goldmedaille zu behalten. Doch durch die Auffälligkeit bei der Spanien-Rundfahrt ist eine Sperre von mindestens vier Monaten wahrscheinlich.

Die Phonak-Verantwortlichen kündigten gleichzeitig die Bildung eines Gremiums von Wissenschaftlern an, das sich mit dem neu entwickelten Blutdoping-Nachweisverfahren intensiv befassen soll. Das Ziel lautet, weitere Klarheit über die von Australiern entwickelte Test-Methode zu schaffen, die Hamilton zum Verhängnis wurde. Trotz seiner Suspendierung bleibt Hamilton mit Phonak verbunden. Er versicherte, das firmeneigene Wissenschaftler-Gremium unterstützen zu wollen.