Dopinggerücht: Thorpe wehrt sich gegen Vorwurf - DER SPIEGEL
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Dopinggerücht Thorpe wehrt sich gegen Vorwurf

Er ist in Australien ein Idol. Ian Thorpe holte fünfmal Gold bei Olympischen Spielen, gewann elf WM-Titel und stellte 13 Weltrekorde auf. Doch nun sieht sich der frühere Topschwimmer mit einem Dopingvorwurf konfrontiert - und weist jegliche Schuld von sich.
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Melbourne - "Das ist totaler Müll. Ich glaube an einen sauberen Sport. Es geht um meine Ehre. Die werde ich verteidigen", sagte Thorpe bei einer Pressekonferenz vor über 250 Medienvertretern am Schlusstag der Schwimm-WM in Melbourne. Nach einem Bericht der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" gestern wurden bei Thorpe bei einem Test im Mai 2006 erhöhte Werte von Testosteron und Wachstumshormonen festgestellt. Thorpe wurde nach eigenen Angaben gestern um acht Uhr morgens Ortszeit von der Australischen Anti-Doping-Agentur Asada informiert, dass es sich dabei um seine Probe handelt. "Ich war total geschockt und kann mir das nicht erklären", sagte der 25-Jährige und fuhr fort: "Ich bin sicher, dass ich den Kampf um den Beweis meiner Unschuld gewinnen werde."

Der Name Thorpe war bereits gestern gefallen, vom Schwimm-Weltverband Fina aber nicht bestätigt worden. Zudem wurde nicht von einem positiven, sondern von einem "auffälligen" Dopingtest gesprochen. Der Weltverband hat inzwischen den Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne zur Klärung des Falls angerufen, weil die Asada die Untersuchung bereits eingestellt haben soll. Dieses wiederum wurde von Agentur-Chef Richard Ings dementiert. Ings hatte gestern auch erklärt, dass man in der kommenden Woche Kontakt mit dem Athleten aufnehmen werde, während er den Bericht von "L'Equipe" als "Spekulation" und "einfach nicht korrekt" zurückwies.

mt/sid

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