Dopinghaft: Rumsas-Gattin muss weiter einsitzen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dopinghaft Rumsas-Gattin muss weiter einsitzen

Seit drei Wochen befindet sich die Ehefrau des litauischen Radprofis Raimondas Rumsas in Untersuchungshaft. Daran wird sich sobald auch nichts ändern. Die Richter in Frankreich lehnen eine Entlassung der des Drogenhandels verdächtigten Edita Rumsiene ab.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lyon - Das Gericht in Lyon lehnte am Dienstag den Antrag der Rumsas-Anwälte auf Haftentlassung ab. Die dreifache Mutter sitzt trotz massiver Proteste aus Litauen wegen des Verdachts auf Handel mit Dopingpräparaten im Frauengefängnis von Bonneville.

Edita Rumsiene war am 28. Juli in Chamonix festgenommen worden, als sie Frankreich verlassen wollte. In ihrem Wagen waren am Schlusstag der Tour de France erhebliche Mengen verbotener Dopingmittel wie Epo und Testosteron sicher gestellt worden. Der bei der Tour viermal negativ getestete Rumsas hatte wie seine Gattin erklärt, die Medikamente seien für seine Schwiegermutter in Italien bestimmt gewesen.

Der Radprofi lehnt aus Angst vor einer Verhaftung eine Aussage vor den französischen Behörden ab, hat die Untersuchungsbeamten aber für eine Stellungnahme nach Italien eingeladen. Der italienische Rennstall Lampre hatte den 30-Jährigen, der bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt überraschend Dritter geworden war, sofort nach Bekanntwerden der Dopingvorwürfe suspendiert.