Dopingskandal Ermittlungen in Spanien eingestellt
Madrid - Der zuständige Untersuchungsrichter Antonio Serrano legte den Fall nach mehreren spanischen Presseberichten von heute zu den Akten, weil es noch kein Anti-Doping-Gesetz in Spanien gab, als die "Operación Puerto" im Mai 2006 aufgedeckt wurde. Die Entscheidung soll am Montag offiziell verkündet worden.
Die Zeitungen zitierten aus einem unveröffentlichten Bericht des Richters, in dem es auch heißen soll, dass Doping-Praktiken zwar festgestellt worden seien, diese aber zum damaligen Zeitpunkt nicht strafbar waren.
Infolge des Skandals um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes waren Indizien gegen rund 50 Radprofis aufgetaucht, unter ihnen der Deutsche Jan Ullrich. Dieser hatte vor knapp zwei Wochen seinen Rücktritt erklärt, zuletzt war unklar, ob er als Berater beim österreichischen Team Volksbank in den Radsport zurückkehren wird. Gegen Ullrich wird in der Schweiz und in Deutschland sport- und strafrechtlich ermittelt
Die Staatsanwaltschaft in Madrid kündigte Einspruch gegen die Einstellung des Verfahrens ein.
all/reuters/dpa