Dopingsperre: Sprinter Montgomery gibt auf - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dopingsperre Sprinter Montgomery gibt auf

US-Sprinter Tim Montgomery will nicht mehr. Der bald 31-Jährige, der wegen eines Dopingvergehens für 24 Monate gesperrt wurde, hat seine Karriere mit sofortiger Wirkung beendet. Gewonnene Preisgelder will der ehemalige Weltrekordläufer aber behalten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hampton - "Ich habe damit abgeschlossen", sagte Montgomery. Der Sprinter betonte jedoch, dass er der Forderung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, einen Teil seiner Preisgelder zurückzuzahlen, nicht nachkommen werde. "Vergesst es, erst recht, wenn man sieht, auf welche Art man mich suspendiert hat. Wäre ich positiv getestet worden, würde ich jeden Penny zurückzahlen", so Montgomery, der im Januar 31 Jahre alt wird.

Die IAAF hat alle Ergebnisse des US-Amerikaners rückwirkend vom 31. März 2001 annulliert. Allein für seinen Weltrekordlauf über 9,78 Sekunden im September 2002 in Paris war Montgomery mit 250.000 Dollar Preisgeld vom Weltverband belohnt worden.

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hatte Montgomery gestern bis zum 6. Juni 2007 gesperrt. Das Urteil basiert auf Indizien und Unterlagen des Dopinglabors Balco in Kalifornien. Montgomery wurde nie positiv getestet. Die Dokumente belegen nach Ansicht der Sportrichter jedoch, dass der Läufer seit 2000 in ein weitreichendes Dopingprogramm eingebunden war.

Montgomery ist der Lebenspartner der dreimaligen Olympiasiegerin Marion Jones, die unter Dopingverdacht steht. 2000 holte er mit dem US-Quartett olympisches Gold. Aufgrund von Indizien war auch die Staffel-Olympiasiegerin Chrystie Gaines für zwei Jahre gesperrt worden. Von der 34-Jährigen gibt es ebenfalls keine positive Probe.