Dopingsperre Torri Edwards darf nicht starten
Athen – Edwards scheiterte am Dienstagabend vor dem Sportgericht mit einem Einspruch gegen ihre Dopingsperre. Am Montag hatte eine sechsstündige Anhörung zum Fall stattgefunden.
Die Amerikanerin war am 24. April bei einem Meeting auf der Karibikinsel Martinique positiv auf das Stimulanzmittel Nikethamid getestet und anschließend wegen Dopings gesperrt worden. Sie machte Glukosetabletten dafür verantwortlich. Diese seien ihr von ihrem Physiotherapeuten Christopher Vincent verabreicht worden. Bei der Prüfung des Falls konnte der Leichtathletik-Weltverband IAAF allerdings keine "außerordentlichen Umstände" feststellen.
Edwards hatte im Mai das WM-Gold von Paris 2003 erhalten, nachdem Kelli White (USA) wegen Dopings die Titel über 100 und 200 Meter aberkannt worden waren. Ihre Startmeldung für die Sommerspiele hätte laut IAAF-Regeln bis Mittwoch bestätigt werden müssen.
Edwards Platz über 100 Meter könnte nun Gail Devers einnehmen, die bei der US-Qualifikation Vierte geworden war. Die Hürdenspezialistin hat allerdings noch nicht über einen Doppelstart auf den Einzelstrecken entschieden. Sollte sie verzichten, käme die unter Dopingverdacht stehende Olympiasiegerin Marion Jones doch noch zu einem 100-Meter-Start. Über 200 Meter tritt nun LaShaunte'a Moore an.