Leichtathletik Cas hebt Campbell-Browns Dopingsperre auf
Sprinterin Campbell-Brown (Archivbild): Erfolgreicher Einspruch
Foto: David J. Phillip/ APHamburg - Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hat die dreimalige Sprint-Olympiasiegerin Veronica Campbell-Brown knapp zehn Monate nach einem positiven Dopingtest freigesprochen. Damit hob der Cas die vom jamaikanischen Leichtathletik-Verband verhängte zweijährige Sperre auf. Gründe teilte das Gericht nicht mit, das Urteil werde den Beteiligten in ein paar Wochen zugehen.
Anfang Mai 2013 war Campbell-Brown positiv auf ein Diuretikum getestet worden. Das verbotene Mittel führt zur Entwässerung des Körpers und kann die Einnahme von Doping-Substanzen maskieren.
Der nationale Leichtathletik-Verband hatte sie zunächst provisorisch gesperrt, eine Disziplinarkommission hob das Urteil im Oktober auf und erteilte ihr lediglich eine öffentliche Verwarnung. Schon im Juni war der Weltverband IAAF zu der Auffassung gelangt, das Vergehen von Campbell-Brown sei als geringfügig einzustufen. Eine Berufungsinstanz empfahl dann aber eine Zweijahressperre, die Jamaikas Verband vor zwei Wochen aussprach. Daraufhin legte Campbell-Brown Einspruch gegen die Entscheidung ein.
Sie bestritt ein Doping-Vergehen und gab an, die Standards der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada seien beim fraglichen Test nicht eingehalten worden. Die 31-Jährige hat bislang insgesamt sieben Olympia- und neun WM-Medaillen gewonnen. Die Jamaikanerin kündigte an, wieder an Wettkämpfen teilzunehmen. Bei der Hallen-WM im polnischen Sopot (7. bis 9. März) will sie ihren Titel im 60-Meter-Sprint verteidigen.