Dopingstrafe: Tennisprofi Puerta acht Jahre gesperrt - DER SPIEGEL
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Dopingstrafe Tennisprofi Puerta acht Jahre gesperrt

Die Strafe ist im internationalen Spitzensport einmalig: Der Tennis-Weltverband ITF hat Mariano Puerta wegen Dopings für acht Jahre gesperrt. Der Argentinier, der sogar noch am Masters-Finale teilgenommen hatte, ist Wiederholungstäter.
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London - Puerta war nach seiner Endspielniederlage gegen Rafael Nadal bei den French Open in Paris am 5. Juni positiv auf die Stimulans Etilefrine getestet worden. Er hat nach Zustellung des Urteils drei Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Der 27-Jährige bestreitet weiterhin die Einnahme des Mittels. Bereits nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe im Oktober hatte Puerta erklärt, er habe lediglich nach seinem Halbfinalerfolg gegen den Russen Nikolai Dawidenko ein Schmerzmittel eingenommen.

Die ITF bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "L'Equipe", die bereits im Oktober von dem positiven Dopingtest geschrieben hatte. Dennoch durfte Puerta die Saison auf der ATP-Tour zu Ende spielen und nahm sogar am Masters-Finale in Schanghai teil. Er muss nun die nach dem Juni eingenommenen 440.000 Euro Preisgeld und seine Ranglistenpunkte abgeben. Seine Karriere scheint ebenfalls beendet.

Die Strafe für Puerta dürfte deshalb so drastisch ausgefallen sein, da er als Wiederholungstäter gilt. Der Sandplatzspezialist war bereits im Jahr 2003 von der Spielervereinigung ATP für neun Monate wegen der Einnahme des anabolen Steroids Clenbuterol gesperrt worden.

"L'Equipe" hatte am Dienstag auch berichtet, dass die Bulgarin Sesil Karatantschewa ebenfalls bei den French Open positiv auf Doping getestet worden war. In der Dopingprobe der 16-Jährigen seien Spuren des Steroids Nandrolon gefunden worden. Eine Bestätigung der ITF oder der Spielerinnenvereinigung WTA dafür steht noch aus.