Dopingverdacht: Boxer Timo Hoffmann positiv getestet - DER SPIEGEL
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Dopingverdacht Boxer Timo Hoffmann positiv getestet

Er kämpfte gegen Witalij Klitschko um die Europameisterschaft - jetzt ist die Karriere der "Deutschen Eiche" Hoffmann möglicherweise beendet. Der Boxer aus dem Sauerland-Stall soll bei einem Kampf im November gedopt gewesen sein.
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Hamburg - Schwergewichtskämpfer Timo Hoffmann aus dem Sauerland-Stall ist bei seiner K.o.-Niederlage gegen den Ukrainer Alexander Dimitrenko aus dem Universum-Team am 17. November in Magdeburg positiv getestet worden. Die A-Probe wies Spuren von anabolen Steroiden auf. Das teilte die Universum Box-Promotion, die den Kampfabend organisiert hatte, dem konkurrierenden Boxstall mit.

"Wir sind alle sehr enttäuscht. Sollte auch die B-Probe positiv sein, wird der Vertrag unter keinen Umständen verlängert", sagte Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer heute. Hoffmann steht noch bis Ende des Jahres beim Sauerland-Stall unter Vertrag.

Laut Hoffmanns Trainer Uwe Schuster hat sein Schützling bereits einen Anwalt eingeschaltet und will die B-Probe öffnen lassen. "Er hat mir gesagt, dass er nichts genommen habe und dies nicht auf sich beruhen lassen will. Er leitet nun die entsprechenden Schritte ein", sagte Schuster heute. Der Trainer wies auch jeden Verdacht gegen sich selbst zurück: "Ich habe mit so was nichts zu tun, so etwas habe ich immer verachtet." Sollte die B-Probe das Ergebnis bestätigen, droht dem Boxer auch eine zweijährige Sperre - was wohl gleichbedeutend mit dem Karriereende wäre.

Hoffmann, der sich wegen seiner Größe von 2,02 Metern und seiner Standfestigkeit den Kampfnamen "Deutsche Eiche" zugelegt hat, hatte gegen Dimitrenko trotz seiner ersten K.o-Niederlage im 43. Profi-Kampf - 26 Sekunden vor dem Ende brach der Ringrichter den Kampf nach drei Niederschlägen ab - eine starke Leistung gezeigt. Dimitrenko war in der fünften Runde selbst zu Boden gegangen.

Hoffmann und sein Trainer Uwe Schuster wiesen alle Anschuldigungen zurück. "Timo ist genauso schockiert wie ich. Wir können uns das Ergebnis der Probe nicht erklären. Ich habe nie mit Doping-Praktiken zu tun gehabt", sagte Schuster. Er betreut Hoffmann als Nachfolger von Sauerland-Chefcoach Manfred Wolke, der den Schwergewichtler seit 2001 mit Unterbrechungen trainiert hatte.

Im November 2000 hatte Hoffmann gegen Witalij Klitschko um die vakante Europameisterschaft geboxt. Er verlor zwar hoch nach Punkten, war aber der einzige Boxer, der mit Witalij Klitschko über die volle Distanz von zwölf Runden ging.

all/dpa/sid

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