Dopingverdacht: Tour-Dritter Rumsas suspendiert - DER SPIEGEL
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Dopingverdacht Tour-Dritter Rumsas suspendiert

Bei der am Sonntag beendeten Tour de France sorgte Raimondas Rumsas für Furore. Doch nun verdunkeln Dopingverdächtigungen den Überraschungserfolg des Litauers. Rumsas' Ehefrau wurde von der Polizei verhaftet, der Fahrer selbst von seinem Team aus dem Verkehr gezogen.
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Paris - "Sollte eine Verantwortung des Fahrers festgestellt werden, würde er sofort entlassen werden", hieß es am Montagmittag in einer Mitteilung des italienischen Lampre-Teams, für das Rumsas fährt. Der Litauer war bei der 89. Tour de France überraschend Dritter geworden.

Rumsas' italienische Frau Edita war am Sonntag in Chamonix mit etlichen Medikamenten im Gepäck festgenommen worden. Einige der Substanzen "könnten als Dopingmittel betrachtet werden", verlautete es aus Kreisen der französischen Justiz.

Frau Rumsas befindet sich noch in Polizeigewahrsam. Am Sonntag waren die Hotelzimmer des Lampre-Teams in Paris durchsucht worden, ohne dass dabei jedoch etwas gefunden wurde. Die Zimmer waren zwar bezahlt, jedoch nicht bezogen worden.

"Wenn Frau Rumsas seine Medikamente bei sich hat, dann müssen die Polizei oder der Zoll ihre Arbeit machen", erklärte Tour-Chef Jean-Marie Leblanc, "Rumsas stand nicht in dem Ruf, bei der Tour de France einen Platz auf dem Podium zu bekommen."

Der in Italien lebende Rumsas hatte bei seinem Tour-de-France-Debüt den dritten Platz hinter Lance Armstrong und Joseba Beloki belegt. Der bisher größte Erfolg des Bauernsohnes aus dem litauischen Dorf Silute, der Ende 2001 zum Lampre-Team wechselte, war der fünfte Platz bei der Vuelta im vergangenen Jahr.

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