Dopingverdacht Ullrich erwägt DNA-Test
Hamburg - Ullrich beteuerte nach seiner Ankunft im Mannschafts-Hotel des T-Mobile-Teams im Elsass noch einmal seine Unschuld: "Ich habe mit den Spekulationen einer spanischen Tageszeitung nichts zu tun. Ich habe einen Anwalt eingeschaltet", sagte der T-Mobile-Kapitän.
Ullrich war von "El País" in Zusammenhang mit der spanischen Doping-Affäre um die Mediziner Eufemiano Fuentes und Merino Batres gebracht worden. Sein Manager Wolfgang Strohband kündigte eine Klage gegen "El País" an.
Um seine Unschuld zu beweisen, schloss Ullrich auch einen DNA-Test nicht aus. "Darüber werde ich mit meinem Anwalt sprechen - wenn dann frühestens nach der Tour", so der 32-Jährige. Er werde sich ab sofort zu dem Fall nicht mehr äußern und wolle sich jetzt "auf meinen Höhepunkt Tour de France konzentrieren".
Die Frankreich-Rundfahrt (1. bis 23. Juli) beginnt am Samstag mit einem 7,1 Kilometer langen Prolog in Straßburg. Definitiv fehlen wird dabei Jörg Jaksche vom Team Astana-Würth. Der 29-Jährige reiste heute wegen einer Grippeerkrankung aus Straßburg ab. "Teamleitung und Mannschaftsarzt waren der Meinung, dass mein Start keinen Sinn macht. Ich habe die Erkältung von der Tour de Suisse wohl zu lange verschleppt und muss noch täglich Antibiotika nehmen", sagte Jaksche.
hut/dpa/sid