Dopingvorwürfe Lance Armstrong droht mit Tour-Boykott
Paris - "Wenn sich die Situation nicht ändert, werde ich sicher nicht bei der Tour dabei sein. Aber wahrscheinlich ist das den Franzosen sowieso egal", meinte der US-Radprofi, der die Tour de France in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte.
Armstrong ist sauer, weil die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Dopingverdachts gegen ihn und sein US Postal Team eingeleitet hat. Alle Anschuldigungen der französischen Dopingfahnder bezeichnet der frühere Weltmeister als völlig haltlos und unbegründet. "Das ist eine frustrierende Situation. Wir sind unschuldig. Wir haben ein sauberes und professionelles Team, dass nur wegen seines Erfolges so ungerechtfertigt beschuldigt wird", behauptet der 29-Jährige. Sein Team sei oft getestet worden, nie hätte es ein positives Resultat gegeben.
"Höchster moralischer Standard"
Armstrong gibt zu, dass vom Teamarzt öfter Kortisone und andere medizinische Mittel zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt würden. "Sicherlich gibt es Leute, die sie als leistungsfördernde Substanzen bezeichnen, aber so werden sie nicht eingesetzt. Daher ist es unverantwortlich, diese als Anzeichen für die Dopingeinnahme anzusehen", sagte Armstrong. "Ich kann versichern, dass wir alles nach höchstem moralischen Standard handhaben."