Dopingvorwürfe: Ullrich will sein Schweigen brechen - DER SPIEGEL
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Dopingvorwürfe Ullrich will sein Schweigen brechen

Lange war Ruhe um Jan Ullrich, heute hat sich zumindest der Manager des suspendierten Radprofis zu Wort gemeldet. Sein Schützling wolle in den nächsten Tagen eine Erklärung abgeben. Beim Team T-Mobile erwarten die Verantwortlichen allerdings Beweise.
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Gap - Ullrich-Manager Wolfgang Strohband wollte jedoch keinen Termin für die Erklärung seines Mandanten zu den Doping-Vorwürfen und der drohenden Kündigung seines Vertrages bei T-Mobile nennen. Die Erklärung sei "in nächster Zeit denkbar", sagte der Hamburger Geschäftsmann der dpa. Die Juristen hätten dem Bonner Konzern laut Strohband fristgerecht ein Schriftstück zugestellt, in dem sie sich darauf berufen, dass für Ullrichs Schuld weiterhin keine Beweise vorliegen würden.

Doch diese Interpretation stößt bei den Verantwortlichen des Sponsors auf Widerstand. Teamsprecher Christian Frommert erklärte dazu: "Sowohl Jan Ullrich als auch der ebenfalls suspendierte Oscar Sevilla haben nach der Suspendierung in Fernseh-Kameras gesagt, sie würden einen Unschulds-Beweis erbringen. Das ist nach wie vor nicht geschehen", so Frommert. Die Erklärung der Ullrich-Anwälte besage lediglich, dass die Umkehrung der Beweislast juristisch nicht zu erbringen sei.

Gleichzeitig räumte Strohband ein, dass die Anwälte Ullrich von einer DNA-Analyse abgeraten haben. Ein solcher Gentest wäre eine sichere Methode, die Vorwürfe, Ullrich habe bei einem spanischen Arzt Beutel zum Eigenblutdoping deponiert, auszuräumen. Ullrich hat sich nach seiner Abreise einen Tag vor dem Start der 93. Tour de France in sein Haus in der Schweiz zurückgezogen. Er trainiere regelmäßig, teilte Strohband mit.

mig/dpa

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