Dressurreiten: Isabell Werth entthront - DER SPIEGEL
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Dressurreiten Isabell Werth entthront

Seit 1984 waren deutsche Dressurreiter bei Olympia unbesiegt - bis Samstag. Dann kam die Niederländerin Anky van Grunsven auf ihrem Wallach Bonfire und triumphierte mit Weltrekord.
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Sydney - Anky van Grunsven aus den Niederlanden hat am Samstag in Sydney die olympische Vorherrschhaft der deutschen Dressurreiter-Equipe durchbrochen und die Goldmedaille in der Einzeldressur gewonnen. Platz zwei und drei gingen an Isabell Werth aus Rheinberg und Ulla Salzgeber aus Bad Wörishofen, die beide am Mittwoch Gold mit der deutschen Mannschaft gewonnen hatten.

Dank einer erstklassigen Kür setzte sich die 31-jährige van Grunsen auf ihrem elf Jahre alten Wallach Bonfire gegen die viermalige Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Isabell Werth auf Gigolo durch. Nach insgesamt drei Wertungsprüfungen kam die Niederländerin letztendlich auf 239,18 Prozentpunkte und stellte damit einen neuen Weltrekord auf, die amtierende Weltmeisterin Werth verbuchte 234,19 Punkte. Die neue Olympiasiegerin ließ keinen Zweifel daran, wem der Hauptanteil an ihrem Erfolg gebührt. "Bonfire verdanke ich meine ganze Karriere", verriet van Grunsen, "er ist im Grunde genommen meine echte große Liebe."

Besondere Aufmerksamkeit zog der Ritt der Bronzemedaillengewinnerin Ulla Salzgeber auf sich. Nachdem die deutsche Meisterin auf ihrem Wallach Rusty fehlerlos fast bis zum Ende geritten war, setzte die Begleitmusik aus. Die 42-Jährige musste das Viereck verlassen und als allerletzte Reiterin ihre unterbrochene Kür zu Ende führen. Salzgeber ließ sich von der Panne jedoch nicht aus dem Konzept bringen und sicherte sich mit insgesamt 225,88 Punkten den dritten Platz. Vierte wurde Salzgebers Teamkollegin Nadine Capellmann (Aachen) auf Farbenfroh mit 230,57 Punkten.