DTM: Ekström beendet Mercedes-Siegesserie - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

DTM Ekström beendet Mercedes-Siegesserie

Nach einem zweiten und einem dritten Platz in den ersten beiden Saisonrennen hat sich der Schwede Matthias Ekström auf dem "International Adria Raceway" den ersten Sieg gesichert. Für das Audi-Team war es der erste Erfolg seit mehr als zehn Jahren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Adria - Der Schwede Mattias Ekström verwies beim dritten Saisonrennen auf dem 2,7-Kilometer langen Adria Raceway bei Venedig Vorjahressieger Christijan Albers (Niederlande) in einem AMG-Mercedes auf den zweiten Platz. Durch diesen Erfolg konnte er seinem Arbeitgeber Audi den ersten DTM-Erfolg nach 14 Jahren beschehren.

Zweiter DTM-Erfolg für Ekström

"Unsere Strategie ist voll aufgegangen, auch die Boxenstopps waren perfekt. Endlich hat es für mich wieder zum Sieg gereicht", jubelte der 25-Jährige nach dem Rennen. Sein Sportchef Wolfgang Ullrich lobte: "Mattias ist ein tolles Rennen gefahren und hat den Sieg verdient. Ich hatte schon vorher auf ihn gesetzt und bin natürlich überglücklich, dass meine Prognosen tatsächlich eingetroffen sind."

Vor 15.000 Zuschauern landete der ehemalige Formel-1-Pilot Jean Alesi (Frankreich) im Mercedes auf dem dritten Platz. Der Schwede Ekström feierte mit dem Triumph den zweiten Sieg in seiner DTM-Karriere, im September 2002 war er in Zandvoort erstmalig als Sieger über die Ziellinie gefahren. "Ich will versuchen, um den Titel kämpfen, denn es sind noch sieben Rennen. Das wird knallhart", erklärte der Sieger nach der Zieldurchfahrt.

Nach 57:52,607 Minuten kam er mit 3,156 Sekunden Vorsprung vor Albers ins Ziel. "Ich bin sehr müde. So alleine zu fahren und keinen Fehler zu machen, das ist sehr schwer", meinte der Schwede. Durch seinen Erfolg in Italien hat Ekström bereits im dritten Rennen seit der werksseitigen DTM-Rückkehr von Audi den Ingolstädtern einen Platz ganz oben auf dem Podest gesichert. Letzter Sieger in einem Audi war Le-Mans-Gewinner Frank Biela aus Neuss, der am 19. April 1992 in einem V8 quattro auf dem Nürburgring gewinnen konnte.

Bereits in der vierten Runde kollidierte Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) mit dem Abt-Audi von Christian Abt (Kempten). In der 35. Runde geriet der ehemalige Formel-1-Fahrer mit Titelverteidiger Bernd Schneider (St. Ingbert) aneinander, anschließend krachte er mit seinem Opel Vectra GTS V8 in einen Reifenstapel. "Mein Auto war dadurch nicht mehr richtig fahrbar. Das ist schade, denn ich hätte hier Punkte holen können", sagte Frentzen, der mit Platz sechs im Training sein bislang bestes Ergebnis verbuchte.

Mercedes-Pilot Schneider landete am Ende auf dem 11. Platz, Frentzen landete direkt dahinter nur auf Rang 12. Timo Scheider (Braubach) kam als Fünfter ins Ziel und sorgte damit für das beste Opel-Ergebnis in dieser Saison. Der Engländer Gary Paffett, der den DTM-Auftakt auf dem Hockenheimring gewonnen hatte, verpasste im AMG-Mercedes als Vierter den Sprung aufs Treppchen.

Der heutige Zweite und Sieger von Estoril vor zwei Wochen, Christijan Albers, führt in der Gesamtwertung mit 26 Punkten vor Ekström (24 Punkte). Auf Rang drei liegt Paffett (22). Mercedes übernahm in der Mannschaftswertung mit 55 Punkten die Führung vor Audi (47) und Opel (15).

Ergebnis 3. Lauf (47 Runden/126,94 km)
1. Mattias Ekström (Schweden) 57:52,607 Min.
2. Christijan Albers (Niederlande) + 3,156 Sek
3. Jean Alesi(Frankreich) + 10,198
4. Gary Paffett (Großbritannien) + 14,294
5. Timo Scheider (Deutschland) + 24,003
6. Laurent Aiello (Frankreich) + 28,140
7. Stefan Mücke (Deutschland) + 33,082
8. Martin Tomczyk (Deutschlan) + 35,301
9. Emanuele Pirro (Italien) + 45,253
10. Tom Kristensen (Dänemark) + 58,130


Stand nach 3 von 10 Rennen
1. Christijan Albers (Niederlande) 26 Pkt.
2. Mattias Ekström (Schweden) 24
3. Gary Paffett (Großbritannien) 15
4. Martin Tomczyk (Deutschland) 11
5. Tom Kristensen (Dänemark) 10
6. Jean Alesi(Frankreich) 8
7. Timo Scheider (Deutschland) 8
8. Bernd Schneider (Deutschland) 4
9. Laurent Aiello (Frankreich) 4
10. Peter Dumbreck (Großbritannien) 3