DTM-Finale: Ekström jubelt über Titelgewinn - DER SPIEGEL
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DTM-Finale Ekström jubelt über Titelgewinn

Spannung bis zum Schluss: Audi hatte am Ende im Duell mit Mercedes die Nase vorn. Mattias Ekström verteidigte mit Platz drei im letzten Saisonrennen die Führung in der Gesamtwertung vor Bruno Spengler. Den Lauf in Hockenheim gewann ein Mercedes-Pilot.
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Hockenheim - Der Schwede Ekström hat seinen zweiten Titel in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft nach 2004 geholt. Dem Audi-Piloten reichte ein dritter Platz im Saisonfinale, um mit 50 Meisterschaftspunkten die Nachfolge von Mercedes-Pilot Bernd Schneider anzutreten. "Das war für mich das schlimmste Rennen überhaupt", sagte Ekström erschöpft, aber glücklich. Der 29-Jährige musste nach der Zieldurchfahrt mit den Tränen kämpfen.

Der Kanadier Bruno Spengler im Mercedes wurde Vierter und musste sich mit drei Punkten Rückstand wie im Vorjahr mit der Vizemeisterschaft begnügen. Nach dem Rennen klagte der 24-Jährige über unfaire Attacken, ohne aber Namen zu nennen. "Zweimal hintereinander Zweiter ist ja auch nicht so schlecht. Ich muss jetzt nach vorn schauen", sagte er.

Ekströms Teamkollege Martin Tomczyk (40 Punkte) hatte durch einen Verbremser in der ersten Runde alle Chancen auf den Gesamtsieg eingebüßt. Ekström dagegen war gleich in der ersten Runde vom dritten Startplatz an die Spitze gefahren und hatte zunächst ein kontrolliertes Rennen absolviert. Als jedoch neun Runden vor Schluss nach allen Pflichtboxenstopps Spengler in seinem Rückspiegel auftauchte, "fing auf einmal alles an zu zittern: Lenkrad, Beine, Augen", so Ekström.

Trotz des verlorenen Titels war Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug mit der Teamleistung zufrieden: "Wir haben sieben von zehn Rennen gewonnen. Wir haben hier wieder gezeigt, wo der Hammer hängt. Trotzdem: Glückwunsch an Audi", sagte er. Sein Audi-Kollege Wolfgang Ullrich war erleichtert, dass die Saison ein stimmungsvolles Ende fand: "Das war ein tolles Finale, das der DTM würdig war." Für Aufregung hatten einige umstrittene Vorfälle bei den Läufen am Lausitzring, in Zandvoort und Barcelona gesorgt.

Den Sieg auf dem Hockenheimring holte sich mit seinem zweiten Erfolg in Serie der Brite Jamie Green (Mercedes) vor Audi-Pilot Timo Scheider. Der stand damit in seinem 74. DTM-Rennen erstmals auf dem Siegerpodest.

Der Dreikampf von Ekström, Spengler und Tomczyk um den Titel hatte der DTM einen Zuschauer-Boom beschert. Das Final-Wochenende in Hockenheim verfolgten 152.000 Fans - so viele waren nie zuvor bei einem DTM-Rennen gezählt worden. Auch im kommenden Jahr werden Audi und Mercedes unter sich bleiben. Ein dritter Hersteller ist noch nicht in Sicht. Insgesamt stehen 2008 elf Rennen im DTM-Kalender.

wit/sid/dpa

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