DTM Schneider verliert nur ein bisschen
Zandvoort - Kristensen kam im niederländischen Zandvoort nur 0,785 Sekunden vor dem Gesamtführenden Schneider ins Ziel. Dritter wurde Martin Tomczyk im Audi. Der viermalige DTM-Champion Schneider büßte nur zwei Zähler in der Gesamtwertung auf Kristensen ein und führt drei Rennen vor Saisonschluss mit 54 zu 44 Punkten. Trotz seines Sieges freute sich der Däne deswegen wenig: "Ich hatte gehofft, Bernd nicht auf dem Podium begrüßen zu müssen." Beinahe hätte ein kurioser Fehler Kristensen gestoppt: Beim ersten Boxenstopp zog ein Mechaniker die Tankkanne nicht rechtzeitig vom Audi ab. Glück für den Dänen: Die Kanne löste sich schon in der ersten Kurve nach dem Stopp.
Schneider, der vom siebten Startplatz ins Rennen ging, sicherte sich den zweiten Rang erst in der drittletzten Runde, als er sich an Tomczyk vorbeischob. "Das hat viel Spaß gemacht und war mehr, als ich erwartet hatte", meinte Schneider: "Mein Auto war gigantisch gut, ich konnte bis zum Schluss attackieren."
Dagegen erhielt Mercedes-Jungstar Bruno Spengler, der zuletzt zwei Rennen in Folge gewonnen hatte, einen Dämpfer. Der Kanadier belegte Rang vier und verlor mit 39 Punkten seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung wieder an Kristensen. Der frühere Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen fuhr im Audi auf Rang fünf. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen aus Finnland landete im Mercedes nur auf Position elf, nachdem er wegen einer Kollision mit Christian Abt (Audi) eine Durchfahrtsstrafe erhalten hatte.
all/sid/dpa