Dumm gelaufen: Rempeln, fluchen, purzeln - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dumm gelaufen Rempeln, fluchen, purzeln

Eine unfreiwillige Rutschpartie, Blasen an den Füßen und nackte Tatsachen am Straßenrand. SPIEGEL ONLINE zeigt in einer Fotostrecke Sportlerinnen und Athleten, denen es übel erging und die dennoch nicht verzagten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Folgenschwerer Schubser: Dass Fußball ein Spiel ist, in dem es zu Körperkontakt kommt, wissen wir alle. Doch einer darf nie berührt werden - der Referee. Das hatte Dortmunds Mittelfeldspieler Sebastian Kehl im Ligapokalfinale gegen Hamburger SV deutlich zu spüren bekommen. Denn in der 90. Minute beim Spielstand von 2:4 leistete sich Kehl einen unverzeihlichen Rempler, den man einem jungen Mann, der eigentlich Priester werden wollte, so nicht zugetraut hätte. Weil er über die Rote Karte seines Mitspieler Otto Addo so wütend war, ließ er seinen Frust einfach an Schiedsrichter Jürgen Aust aus. Ähnlich einer Schulhof-Rauferei war Kehl von der Seite auf Aust zugestürzt und versuchte den Unparteiischen mit einem kräftigen Stoß auf den Boden zu werfen. Zwar verlor Aust durch diesen Knuff zwischenzeitlich das Gleichgewicht, doch als er wieder auf beiden Beinen stand, schickte er Kehl ebenfalls vorzeitig in die Kabine. Anschließend entschuldigte sich Kehl beim Schiedsrichter für seine Entgleisung, doch der DFB kannte kein Pardon: Kehl muss die nächsten sechs Wochen eine Sperre wegen ungebührlichen Benehmens auf der Tribüne absitzen.

Folgenschwerer Schubser: Dass Fußball ein Spiel ist, in dem es zu Körperkontakt kommt, wissen wir alle. Doch einer darf nie berührt werden - der Referee. Das hatte Dortmunds Mittelfeldspieler Sebastian Kehl im Ligapokalfinale gegen Hamburger SV deutlich zu spüren bekommen. Denn in der 90. Minute beim Spielstand von 2:4 leistete sich Kehl einen unverzeihlichen Rempler, den man einem jungen Mann, der eigentlich Priester werden wollte, so nicht zugetraut hätte. Weil er über die Rote Karte seines Mitspieler Otto Addo so wütend war, ließ er seinen Frust einfach an Schiedsrichter Jürgen Aust aus. Ähnlich einer Schulhof-Rauferei war Kehl von der Seite auf Aust zugestürzt und versuchte den Unparteiischen mit einem kräftigen Stoß auf den Boden zu werfen. Zwar verlor Aust durch diesen Knuff zwischenzeitlich das Gleichgewicht, doch als er wieder auf beiden Beinen stand, schickte er Kehl ebenfalls vorzeitig in die Kabine. Anschließend entschuldigte sich Kehl beim Schiedsrichter für seine Entgleisung, doch der DFB kannte kein Pardon: Kehl muss die nächsten sechs Wochen eine Sperre wegen ungebührlichen Benehmens auf der Tribüne absitzen.

Foto: AP
Anfeuerungsrufe einmal anders: Eine offenherzige Sympathiebekundung erhielt Quick-Step-Fahrer Richard Virenque auf der 18. Etappe der diesjährigen Tour de France. Spruchbänder basteln kann jeder, dachten sich wohl die Fans und machten kurzer Hand ihre nackten Hinterteile zum Plakat. Die Motivationsmethode war offenbar erfolgreich. Virenque gewann am Ende souverän das gepunktete Trikot der Bergwertung.

Anfeuerungsrufe einmal anders: Eine offenherzige Sympathiebekundung erhielt Quick-Step-Fahrer Richard Virenque auf der 18. Etappe der diesjährigen Tour de France. Spruchbänder basteln kann jeder, dachten sich wohl die Fans und machten kurzer Hand ihre nackten Hinterteile zum Plakat. Die Motivationsmethode war offenbar erfolgreich. Virenque gewann am Ende souverän das gepunktete Trikot der Bergwertung.

Foto: DPA
Nicht zu fassen: Filippo Volandri ärgert sich über seine verpatzte Chance beim ATP-Turnier in Umag (Kroatien). Der 22-jährige Italiener erreichte erstmals ein Finale und hatte gleich die Gelegenheit auch seinen ersten Turniersieg einzufahren. Volandri gewann den zweiten Satz und hielt auch im dritten Durchgang lange mit. Letztendlich musste er sich aber seinem Kontrahenten mit 4:6, 6:3, 5:7 geschlagen geben. Ihm gegenüber stand kein Geringerer als der French Open Sieger von 1998, Carlos Moya aus Spanien.

Nicht zu fassen: Filippo Volandri ärgert sich über seine verpatzte Chance beim ATP-Turnier in Umag (Kroatien). Der 22-jährige Italiener erreichte erstmals ein Finale und hatte gleich die Gelegenheit auch seinen ersten Turniersieg einzufahren. Volandri gewann den zweiten Satz und hielt auch im dritten Durchgang lange mit. Letztendlich musste er sich aber seinem Kontrahenten mit 4:6, 6:3, 5:7 geschlagen geben. Ihm gegenüber stand kein Geringerer als der French Open Sieger von 1998, Carlos Moya aus Spanien.

Foto: AP
Weggerutscht in der Wasserschlacht: Pechvogel der vorletzten Etappe der diesjährigen Tour de France war Jan Ullrich. Bei seinem Angriff auf das Gelbe Trikot während des Einzelzeitfahrens schlitterte der Bianchi-Kapitän auf regennasser Straße in einen Strohballen und verlor zu viel Zeit, um weiter Druck auf Lance Armstrong auszuüben. Immerhin kam Ulle bei dieser unfreiwilligen Rutschpartie mit einigen undramatischen Schrammen davon. Schon am Morgen standen die Karten schlecht für Ullrich. Denn statt des erhofften Sommerwetters traf ein Atlantik-Tief auf die französische Küste und spülte beinahe die gesamte Etappe in den Straßengraben.

Weggerutscht in der Wasserschlacht: Pechvogel der vorletzten Etappe der diesjährigen Tour de France war Jan Ullrich. Bei seinem Angriff auf das Gelbe Trikot während des Einzelzeitfahrens schlitterte der Bianchi-Kapitän auf regennasser Straße in einen Strohballen und verlor zu viel Zeit, um weiter Druck auf Lance Armstrong auszuüben. Immerhin kam Ulle bei dieser unfreiwilligen Rutschpartie mit einigen undramatischen Schrammen davon. Schon am Morgen standen die Karten schlecht für Ullrich. Denn statt des erhofften Sommerwetters traf ein Atlantik-Tief auf die französische Küste und spülte beinahe die gesamte Etappe in den Straßengraben.

Foto: DPA
Stell Dir vor es ist Wandertag und alle gehen hin. Nicht irgendein Wandertag. Nein, der 103. deutsche Wandertag, ausgerichtet unter dem Motto "Glück auf durchs Erzgebirge." Angeblich sollen sich 40.000 Wanderlustige am letzten Juli-Wochenende an den Streifzügen durch den sächsischen Höhenzug beteiligt haben. Eine Wandersfrau aber hatte schon kurz hinter Annaberg-Buchholz genug und zog die Schuhe aus, um den wund gelaufenen Füßen Erholung zu verschaffen. Dabei weiß jeder seit dem ersten Schul-Wandertag: niemals aus den Stiefeln, bevor man am Ziel ist. Sonst kommt man nie wieder rein. Dumm gelaufen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Stell Dir vor es ist Wandertag und alle gehen hin. Nicht irgendein Wandertag. Nein, der 103. deutsche Wandertag, ausgerichtet unter dem Motto "Glück auf durchs Erzgebirge." Angeblich sollen sich 40.000 Wanderlustige am letzten Juli-Wochenende an den Streifzügen durch den sächsischen Höhenzug beteiligt haben. Eine Wandersfrau aber hatte schon kurz hinter Annaberg-Buchholz genug und zog die Schuhe aus, um den wund gelaufenen Füßen Erholung zu verschaffen. Dabei weiß jeder seit dem ersten Schul-Wandertag: niemals aus den Stiefeln, bevor man am Ziel ist. Sonst kommt man nie wieder rein. Dumm gelaufen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Foto: DPA
Der Ball kommt, flutscht unter der Sohle durch, rollt davon, der Spieler fällt hin, sieht blöd aus, wird ausgelacht. Wie schön, dass dies nicht nur uns normalsterblichen Freizeitkickern passiert, sondern dann und wann auch Weltstars wie David Beckham. Das Foto zeigt den englischen Nationalspieler, wie er während einer Trainingseinheit mit seinem neuen Verein Real Madrid höchst unelegant zu Boden geht. In denselben versunken wäre Beckham dann am liebsten wenig später, als er seinen allerersten Treffer für den königlichen Club in einem Trainingsspiel schoss: Es war ein Eigentor. Was auch wieder schön für das Selbstbewusstsein von Millionen Hobby-Bolzern ist.

Der Ball kommt, flutscht unter der Sohle durch, rollt davon, der Spieler fällt hin, sieht blöd aus, wird ausgelacht. Wie schön, dass dies nicht nur uns normalsterblichen Freizeitkickern passiert, sondern dann und wann auch Weltstars wie David Beckham. Das Foto zeigt den englischen Nationalspieler, wie er während einer Trainingseinheit mit seinem neuen Verein Real Madrid höchst unelegant zu Boden geht. In denselben versunken wäre Beckham dann am liebsten wenig später, als er seinen allerersten Treffer für den königlichen Club in einem Trainingsspiel schoss: Es war ein Eigentor. Was auch wieder schön für das Selbstbewusstsein von Millionen Hobby-Bolzern ist.

Foto: AP


Klicken Sie auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen