Edmonton Schultz und Schumann in den Endläufen
Edmonton - Nils Schumann hat bei der Leichathletik-WM in Edmonton das Finale über 800 Meter erreicht. Der Olympiasieger von Sydney qualifizierte sich als Dritter des ersten Halbfinallaufes in 1:45,86 Minuten für den Endlauf in der Nacht zum Mittwoch und hat seine Oberschenkelverletzung offenbar komplett überwunden.
Euphorie auch im Lager der 400-Meter-Läufer. Mit der drittschnellsten Zeit, die jemals ein deutscher 400-Meter-Läufer erzielte, hat sich Ingo Schultz für das Finale qualifiziert. Der 26-Jährige blieb mit 44,66 Sekunden erstmals in seiner Karriere unter der 45-Sekunden-Marke und ist nun hinter dem Chemnitzer Europarekordler Thomas Schönlebe (44.33) sowie Erwin Skamrahl (44,50) die Nummer drei der deutschen Bestenliste. "Jetzt geht es um eine Medaille", sagte Schultz, der die schnellste Zeit der drei Halbfinalläufe ablieferte.
Im Siebenkampf der Frauen wurde die einzige deutsche Starterin, Karin Ertl, Fünfte. In Abwesenheit von Großbritanniens Olympiasiegerin Denis Lewis (Magenprobleme) und Frankreichs Eunice Barber, die Kugelstoßen drei ungültige Versuche fabriziert hatte, wäre eigentlich etwas mehr drin gewesen. Am Ende triumphierte die Olympia-Zweite Prochowa mit 6694 Punkten vor der Weißrussin Natalja Sasnowitsch (6539) und der Amerikanerin Shelia Burrell (6472). Ertl erreichte 6283 Punkte.