Eishockey: DEL berät über Absage - DER SPIEGEL
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Eishockey DEL berät über Absage

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) erwägt wegen der Terroranschläge in den USA, den Spielbetrieb am Wochenende ruhen zu lassen. "Die Ligenleitung und sämtliche Clubs werden heute und morgen darüber beraten, ob die Spiele am Freitag und Sonntag wie geplant stattfinden oder nicht", teilte DEL-Sprecher Andreas Ulrich am Mittwoch mit.

Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich erst am Donnerstag zu rechnen. Bei den Gesprächen spielt laut Ulrich die Meinung der zahlreichen Profis aus den USA und Kanada eine wichtige Rolle. Da die DEL aber terminliche Probleme habe, sei eine Absage sehr schwierig, erklärte Ulrich. Wenn die Spiele stattfinden, soll in den Freitagsbegegnungen eine Gedenkminute eingelegt werden.

Die DEL hatte am Dienstag auf die Terroranschläge sofort reagiert und im Einvernehmen mit den betroffenen Vereinen und nach Absprache mit DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke das für den Abend angesetzte Spiel zwischen den Nürnberg Ice Tigers und den Revier Löwen Oberhausen abgesagt. Der deutsche Meister Adler Mannheim und die München Barons folgten dem Beispiel und verständigten sich schon am Dienstag darauf, das für Mittwoch angesetzte Spiel in Mannheim abzusagen.

"Auf Grund der schrecklichen Terroranschläge in den USA ist der Sport nicht mehr so wichtig", sagte Barons-Manager Max Fedra, der sich mit seinem Mannheimer Kollegen Marcus Kuhl telefonisch auf die Absage einigte. In Nürnberg herrschte bei den angereisten Oberhausener Spielern ebenso große Betroffenheit wie bei den gastgebenden Nürnbergern. Die Barons, in deren Reihen zehn Nordamerikaner stehen, waren geschockt. "In der Kabine herrschte Totenstille", schilderte Fedra die Stimmung vor der Abreise nach Mannheim.