Eishockey: Kanada wartet im Finale - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Eishockey Kanada wartet im Finale

Im ersten Halbfinale des olympischen Eishockeyturniers der Männer setzte sich Favorit Kanada erwartungsgemäß klar gegen den Außenseiter aus Weißrussland durch.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Salt Lake City - Vor 8000 Zuschauern im E-Center von Salt Lake City gewannen die "Ahornblätter" gegen die im zweiten und dritten Drittel überforderten Weißrussen mit 7:1 (2:1, 2:0, 3:0). Damit darf Kanada weiter vom ersten Olympiasieg seit 50 Jahren träumen. Der Gegner für das Finale am Sonntag (21.00 Uhr MEZ) wird in der anschließenden Partie zwischen Gastgeber USA und Rekordweltmeister Russland ermittelt.

Nach dem Führungstor durch Steve Yzerman von den Detroit Red Wings (7.) glich Ruslan Salei, der einzige NHL-Profi im Team des WM-14. Weißrussland, überraschend aus (14.). Doch Eric Brewer von den Edmonton Oilers (18.), Scott Niedermayer von den New Jersey Devils (23.) und Paul Kariya von den Anaheim Mighty Ducks (34.) sorgten schnell für klare Verhältnisse.

Nach dem 4:1 verließ Torhüter Andrej Mesin vom DEL-Club Berlin Capitals, beim sensationellen 4:3-Erfolg im Viertelfinale über Schweden noch der Held, das Eis und wurde durch Sergej Schabanow ersetzt. Danach schalteten die Kanadier zurück und kamen durch Jungstar Simon Gagne von den Philadelphia Flyers (46.), Eric Lindros von den New York Rangers (53.) und Jarome Iginla von den Calgary Flames (57.) noch zum 7:1.

Diskussionen um Schiedsrichteransetzung

Für neuerliche Diskussionen sorgte die Schiedsrichteransetzung des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF). Eine Vereinbarung zwischen IIHF und der nordamerikanischen Profiliga NHL sieht vor, dass ein NHL-Schiedsrichter eingesetzt werden muss, wenn mehr als 50 Prozent der Spieler auf dem Eis aus der "besten Liga der Welt" kommen.

Dass statt des einsatzbereiten US-Amerikaners Dennis LaRue mit dem Kanadier Stephen Walkom zum dritten Mal in Salt Lake City ein Referee ein Spiel seiner Landsleute schiedste, begründete IHF-Sprecher Szymon Szemberg auf interessante Art: "Wir setzen die Schiedsrichter nach Leistung an - unabhängig von ihrer Nationalität."