Eishockey: Kanadierinnen gelingt Revanche - DER SPIEGEL
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Eishockey Kanadierinnen gelingt Revanche

Die kanadischen Eishockey-Frauen haben bei den Olympischen Spielen von Salt Lake City Gold gewonnen und damit erfolgreich Revanche für die Finalniederlage 1998 genommen.
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Salt Lake City - Kanadas Eishockey-Frauen haben sich mit dem Gewinn der Goldmedaille für die vier Jahre zuvor in Nagano erlittene Final-Niederlage gegen den Erzrivalen USA revanchiert. Der Rekord-Weltmeister gewann am Donnerstag vor 8500 Zuschauern in Salt Lake City das olympische Finale gegen die Amerikanerinnen mit 3:2 (1:0, 2:1, 0:1).

1998 hatten die Kanadierinnen, die bisher in allen sieben WM-Endspielen gegen die USA die Oberhand behielten, ausgerechnet das Olympia-Finale gegen den Nachbarn mit 1:3 verloren. Olympia-Bronze sicherten sich die Schwedinnen durch ein 2:1 (2:0, 0:1, 0:0) gegen Finnland.

Durch das kanadische Führungstor von Caroline Quellette (2.) gerieten die Gastgeberinnen frühzeitig unter Druck. Das US-Team offenbarte vor allem im Überzahlspiel große Schwächen. Obwohl die amerikanische Schiedsrichterin Stacey Livingston mit zwölf Strafminuten gegen die USA und 26 gegen Kanada recht einseitig zu Gunsten der Einheimischen pfiff, gelang erst in der 22. Minute durch Katie King der viel umjubelte Ausgleich.

Doch das siebte Turniertor von Hayley Wickenheiser (25.) brachte das Team mit dem Ahornblatt auf dem Trikot fast postwendend wieder in Front. Als Jayna Hefford fast mit der Schlusssirene des zweiten Drittels der dritte Treffer gelang, war die Partie praktisch entschieden. Nach dem Anschlusstor durch Karyn Bye (57.) hatten die Gäste zwar noch bange Sekunden zu überstehen, brachten den knappen Vorsprung aber über die Zeit.

Ärger gab es anschließend über die amerikanische Schiedsrichterin, die einige zweifelhafte Strafzeiten für die Kanadierinnen verhängte. "Die Schiedsrichterin wollte den USA den Sieg schenken, aber wir haben es nicht zugelassen", sagte Torschützin Quellette. Es sei ein wahnsinnig schönes Gefühl gewesen, nach dem Spiel nicht die amerikanischen Hymne zu hören, meinte auch Hefford. "Wir haben den Amerikanern ins Herz gestochen. Unser Teamgeist war stärker als die skandalöse Schiedsrichterleistung", so Hefford. Die Amerikanerinnen trugen ihre bitterste Niederlage mit Fassung. "Wir haben unser Ziel nicht erreicht, aber Kanada hat ein großes Spiel geliefert und verdient gewonnen", sagte Spielführerin Cammi Granato anerkennend.