Eishockey Nethery muss bei Düsseldorfer EG gehen
DEG-Manager Nethery: "So bald wie möglich übergeben"
Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Lance Nethery zieht sich spätestens zum 30. April 2012 bei der Düsseldorfer EG zurück. Der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Suhr geht dagegen mit sofortiger Wirkung. Das teilte die DEG am Mittwoch mit. Durch den Rückzug soll beim Traditionsclub offenbar der Weg für einen neuen Investor freigemacht werden. Die DEG braucht dringend neue Geldgeber, da der bisherige Hauptsponsor (Metro Group) zum Saisonende aussteigt.
Am Dienstagabend war auf der turnusmäßigen Gesellschafterversammlung bekannt geworden, dass die Zukunft der DEG in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gesichert sei. Wer der neue Hauptgeldgeber sein wird, ist noch nicht bekannt. Offenbar sollen zwei Investoren einsteigen, einer davon soll ein Logistikunternehmen (DHL) sein. Bei erfolgloser Sponsorensuche hätte sich der Serienmeister aus den Neunziger Jahren aus der DEL zurückgezogen.
"So ist das Geschäft. Ich stehe einem Neuanfang nicht im Weg", sagte Nethery und ergänzte: "Ich habe immer betont, dass ich nur weiter Sportlicher Leiter und Geschäftsführer bleibe, wenn die Verantwortlichen dies auch wollen. Als Sportlicher Leiter werde ich noch bis zum 30. April im Amt bleiben. Die Funktion als Geschäftsführer werde ich sobald wie möglich übergeben."
Der frühere Meistertrainer der Adler Mannheim (1997 bis 1999) ist seit 2005 an der Brehmstraße tätig. In dieser Zeit erreichte Club einen Pokalsieg und zwei Vizemeisterschaften. Gemeinsam mit Suhr, der genau wie Ben Zamek, stellvertretender Vorsitzender der DEG Eishockey GmbH, sofort geht, hatte der Kanadier die Entschuldung des Clubs vorangetrieben.
Der Einstieg eines neuen Geldgebers ist aber wohl an die Bedingung geknüpft, dass die verantwortlichen Personen sich zurückziehen. "Ich reiche die Verantwortung weiter. Ich hoffe, dass neue Personen mit neuen Konzepten eine erfolgreiche und finanziell gesicherte Zukunft der DEG gewährleisten können", sagte Suhr.