Eishockey-Playoffs Traumhalbfinale nach Köln-Sieg möglich
Köln - "Der Einzug ins Halbfinale ist emotional für mich nichts", behauptete Kölns Trainer Hans Zach nach dem 6:2 (3:1, 1:1, 2:0) gegen die Nürnberg Ice Tigers. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel hatte Zach erstmals seit der Vizemeisterschaft 2003 wieder das Viertelfinale überstanden und damit die Erwartungen von Clubführung und Fans zunächst erfüllt.
"Diese Serie war bravourös, alle Achtung und Hut ab", lobte er seine Spieler und gab ihnen zur Belohnung heute trainingsfrei. Fortgesetzt wird die Abschiedstour des Ex-Bundestrainers, dessen Weggang aus Köln als sicher gilt, erst in einer Woche: Am 30. März steht das erste Halbfinale auf dem Programm. Gegner der Haie könnte dann Titelverteidiger Eisbären Berlin sein. Dem Meister fehlt nach dem 5:2 bei den Krefeld Pinguinen nur noch ein Sieg zum Weiterkommen.
"Wir müssen mit Konzentration, guter Organisation und Geduld spielen, dann schaffen wir den Einzug ins Halbfinale", sagte Eisbären-Trainer Pierre Pagé vor dem fünften Duell am Donnerstag. "Aber wir dürfen nicht leichtsinnig werden. Wir neigen zu Hause dazu, Show zu machen, aber Show bringt uns nicht weiter." Von den Krefeldern erwartet nach dem 1:3-Rückstand keiner mehr eine Überraschung. "Wir waren schon so oft in dieser Saison tot, aber wir sind immer wieder auferstanden", sagte Trainer Teal Fowler, doch wirklich zuversichtlich hörte sich das nicht an.
Wieder völlig offen sind dagegen die beiden anderen Viertelfinalserien: Die Hannover Scorpions glichen durch ein 3:2 gegen den Vorrundenzweiten ERC Ingolstadt ebenso auf 2:2 aus wie die Hamburg Freezers mit dem gleichen Resultat gegen die DEG Metro Stars. "Nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft, aber die Hamburger haben weniger Fehler gemacht", sagte DEG-Trainer Don Jackson nach dem 2:3 in der Hansestadt.
mig/sid