Eishockey Tschechien ist Weltmeister
St. Petersburg - Titelverteidiger Tschechien hat im Bruderkampf mit der Slowakei seine Vormachtstellung zementiert und sein drittes WM-Gold in fünf Jahren gewonnen. Im Endspiel der 64. Eishockey-Weltmeisterschaft in St. Petersburg feierte der Olympiasieger von 1998 einen 5:3 (3:0, 0:1, 2:2)-Sieg und beendete damit den sensationellen Höhenflug des Außenseiters.
Michal Sykora (7.), Tomas Vlasak (10.), Martin Prochazka (13.), Jan Tomajko (44.) und der Ex-Frankfurter Robert Reichel (59.) sicherten vor 7000 Zuschauern im "Eispalast" den 17. Erfolg der Tschechen im 19. Duell seit der Auflösung der Tschechoslowakei Ende 1992. Für die Slowaken, die vor fünf Jahren noch zweitklassig waren, platzte nicht nur der Traum vom WM-Triumph, sondern auch vom ersten Eishockey-Sieg über den großen Nachbarn. Martin Strbak (28.), Miroslav Hlinka (56.) und NHL-Star Miroslav Satan (58.) trafen für den Außenseiter.
Der alte und neue Titelträger untermauerte seine Position als Eishockey-Weltmacht und steht zum fünften Mal in Folge auf dem WM-Treppchen. Mit dreimal Gold und zweimal Bronze bei den Weltmeisterschaften sowie dem Olympiasieg in Nagano ist Tschechien die erfolgreichste Nation der vergangenen fünf Jahre. Mit dem Sieg in St. Petersburg knüpfte der neue Trainer Josef Augusta an die Erfolge seines Vorgängers Ivan Hlinka an, der in die nordamerikanische Profiliga NHL gewechselt war.
Die Bronzemedaille hatte zuvor Finnland gewonnen. Der Titelträger von 1995 setzte sich im Spiel um Platz drei gegen Kanada mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) durch. Das "Suomi"-Team sicherte sich damit nach einmal Gold und viermal Silber seine sechste WM-Medaille.