Eisige Winde: Streckenänderung bei Deutschland-Tour - DER SPIEGEL
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Eisige Winde Streckenänderung bei Deutschland-Tour

Radprofis sind große Belastungen gewöhnt. Doch was ihnen die Organisatoren der Deutschland-Tour heute zumuten wollten, war selbst leidgeprüften Pedaleuren zu viel. Sie weigerten sich, einen Gipfel mit extremen Bedingungen in Angriff zu nehmen - mit Erfolg.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Nach einem Protest der Fahrer entschärfte die Tour-Organisation die ursprünglich 192 Kilometer lange Strecke der fünften Etappe. Der Kühtai-Sattel in Österreich, mit 2020 Metern höchster der Berg der Deutschland-Rundfahrt, muss nun nicht mehr bezwungen werden.

Auf dem Gipfel des Berges herrschen zur Zeit Temperaturen um null Grad. Zudem wehen dort eisige Winde. Bei diesen Bedingungen wollten die Fahrer ihre Gesundheit nicht aufs Spiel setzten.

"Wir haben schnell eingelenkt. Nach den Diskussionen in den vergangenen Wochen über zu schwere Streckenführungen wäre es ein falsches Signal gewesen, die Fahrer zur Passierung des Kühtai zu zwingen", sagte Kommunikations-Direktor Christian Hinzpeter. Nach der Kurskorrektur bleibt der Schlussanstieg nach Seefeld die einzige ernsthafte Schwierigkeit der heutigen Etappe.

Dabei müssen auf zehn Kilometern 600 Höhenmeter überwunden werden. Spitzenreiter zu Beginn des heutigen Abschnitts, der bei strömenden Regen in Bad Tölz gestartet wurde, ist Erik Zabel (Milram). Der 36-Jährige eroberte das Gelbe Trikot auf der vierten Etappe und hat im Gesamtklassement sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Waldimir Gusew (Discovery Channel).

hut/dpa/sid