Eiskunstlauf: Verband räumt Manipulation ein - DER SPIEGEL
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Eiskunstlauf Verband räumt Manipulation ein

Die Affäre um die Entscheidung über Gold im Paarlaufen geht in die nächste Runde. Dass beim Olympiasieg der russischen Formation Bereschnaja/Sicharulidse nicht alles mit rechten Dingen zuging, wird nun auch offiziell nicht mehr geleugnet.
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Salt Lake City - Der französische Eiskunstlauf-Verband hat erstmals eingeräumt, dass seine Preisrichterin Marie Reine bei der umstrittenen Paarlauf-Entscheidung unter Druck gesetzt worden ist. "Einige Leute aus ihrer Umgebung haben diesen ehrlichen und aufrechten Menschen beeinflusst", sagte der französische Verbandspräsident Didier Gailhaguet der Zeitung "USA Today". "Sie ist eine schwache Person, ich denke, sie wurde manipuliert."

In der Kür des Paarlaufens war das kanadische Paar Jamie Sale und David Pelletier trotz einer bessere Leistung hinter den Russen Elena Bereschnaja und Anton Sicharulidse von der Jury mit 5:4 Stimmen auf Platz zwei eingestuft worden. Eine Verwicklung des eigenen Verbandes in die angebliche Manipulation und Absprachen mit den osteuropäischen Nationen schloss Gailhaguet allerdings aus.

Der kanadische Eislauf-Verband fordert wegen der angeblichen Benachteiligung seines Paares nun eine unabhängige Untersuchung und will Berufung gegen die Entscheidung einlegen. "Wir wollen die russische Goldmedaille nicht beschmutzen, aber wir fordern eine zweite für unser Paar", sagte Michael Chambers, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Kanada.

IOC fordert "sehr schnelle Lösung"

Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich in der Affäre inzwischen zu Wort gemeldet und den Eiskunstlauf-Weltverband aufgerufen, eine "sehr schnelle Lösung" zu finden. "Sobald wir den Bericht des Verbandes erhalten haben, werden wir über Konsequenzen sprechen", sagte IOC-Generaldirektor Francois Carrard am Donnerstagabend.