Eisschnelllauf Parras Weltrekord-Gold
Salt Lake City - Unter den Augen von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld siegte Eisschnellläufer Parra, der über 5000 Meter bereits Silber gewonnen hatte, über 1500 Meter in der Weltbestmarke von 1:43,95 Minuten. Platz zwei belegte 5000-Meter-Goldmedaillengewinner Jochem Uytdehaage (Niederlande), der den Weltrekord zunächst auf 1:44,57 Minuten verbessert hatte. Bronze ging an Norwegens Nagano-Olympiasieger Adne Söndral in 1:45,26 Minuten.
Damit wurde in fünf der bislang ausgetragenen sieben Wettbewerbe auf dem Utah Olympic Oval der Weltrekord verbessert. Für die USA war es bereits das dritte Gold auf dem schnellen Eisrund.
Deutsche Starter mit Problemen
Nicht gut lief es für die deutschen Starter. Der deutsche Meister und Rekordhalter Christian Breuer (Grefrath) stürzte nach 500 Meter auf der Innenbahn schwer, rutschte mit vollem Tempo in die Bande und erlitt dabei eine Becken- und Lendenwirbelsäulenprellung. Jan Friesinger (Inzell) blieb in 1:50,26 Minuten deutlich über seiner persönlichen Bestzeit und war kaum schneller als Langstrecken-Spezialist Frank Dittrich (Chemnitz), der bei seinem Schnelligkeitstest für das 10.000-Meter-Rennen am Freitag in 1:51,02 Minuten eine ordentliche Vorstellung bot.
Der Dresdner Jens Boden, der zum Auftakt der Winterspiele über 5000 Meter sensationell Bronze gewonnen hatte, verzichtete wegen einer leichten Halsentzündung vorsichtshalber auf eine Teilnahme. Sein 10.000-Meter-Start scheint jedoch nicht gefährdet.