EM-Qualifikation DHB-Handballer blamieren sich gegen Montenegro
Handballnationalspieler Klein: Pleite gegen Montenegro
Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Die deutschen Handballer haben sich zum Auftakt der Qualifikation für die EM 2014 kräftig blamiert. Im letzten Heimspiel des Jahres verlor der EM-Siebte in Mannheim gegen Montenegro 27:31 (11:17). Vor 7247 Zuschauern bot die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) eine schwache Vorstellung. Beste deutsche Torschützen waren Patrick Wiencek (5 Tore), Uwe Gensheimer (4/3), und Adrian Pfahl (4).
Durch die unerwartete Heimniederlage wird die Ausscheidung in der Gruppe 2 für die deutschen Handballer bereits nach dem ersten Spiel zur Zitterpartie. Schon am Sonntag (18.45 Uhr) folgt das zweite Spiel der EM-Qualifikation: In Rishon Le Zion muss sich das Team von Bundestrainer Martin Heuberger gegen Israel behaupten.
Fortgesetzt werden die Gruppenspiele im März mit zwei Duellen gegen Tschechien. Zum Abschluss der Qualifikation stehen im Juni die Rückspiele gegen Montenegro und Israel auf dem Programm. Die ersten beiden Mannschaften der insgesamt sieben Gruppen qualifizieren sich für die EM vom 12. bis 26. Januar 2014 in Dänemark.
Im Angriff mangelte es an Struktur, in der Abwehr an Beweglichkeit
Zunächst ohne Spielmacher Michael Haaß, der rund neun Monate nach seinem Sprunggelenksbruch in die Auswahl zurückkehrte, spielte der Gastgeber ganz schwach. Die offensive und aggressive Abwehr der Gäste stellte das Team um Kapitän Oliver Roggisch vor große Probleme. Etliche Fehlwürfe und ein 1:5-Rückstand (11. Minute) waren die Folge.
Und es wurde auch mit Haaß' Comeback in der 13. Minute nicht besser. Im Angriff mangelte es an Struktur, in der Abwehr an Beweglichkeit. Zudem bekamen die Torhüter Silvio Heinevetter und Carsten Lichtlein kaum einen Ball zu fassen. Die Folge war ein 11:17 zur Pause und Pfiffe der Zuschauer.
Die kurze Aufholjagd nach der Pause zum 13:17 (33.) erwies sich als trügerische Hoffnung. Zu keiner Zeit fand die deutsche Mannschaft zu ihrem Spiel. Und mit zunehmender Spieldauer machte sich immer mehr Ratlosigkeit breit, weil niemand ein geeignetes Mittel gegen die Montenegriner fand. So wuchs der Rückstand auf 18:26 (50.) an, womit die Pleite vorzeitig besiegelt war.