"Eric, the Eel" Tricksen bei Olympia
Erinnern Sie sich noch an Eddie the Eagle? Er war Engländer, trug Brillengläser, so dick wie der Boden einer ordentlichen Sprudelwasserflasche, und er war der Meinung von Skischanzen herunterspringen zu müssen. Es war mehr ein Hopsen als ein Fliegen. Und genau das machte ihn berühmt.
Es gibt einen neuen Eddie the Eagle. Er heißt Eric Moussambani. "The Australian", die große Tageszeitung, hat schon einen Spitznamen für ihn erfunden: "Eric, the Eel" - Eric, der Aal.
Eric, 22, kommt aus Äquatorial Guinea, das liegt irgendwo im Westen Africas und war früher eine spanische Kolonie. Schwimmen hat Eric angeblich im Januar gelernt. Und wer ihn im Aquatic Centre planschen sah, glaubt das sofort: Er schwamm die 100 Meter Freistil in 1:52, 72 Minuten. Der Weltrekord des Australier Michael Klim steht bei 48,18 Sekunden.
Es gibt viele Schwimmer auf der Welt, die knapp über 50 Sekunden für die Distanz benötigen und von denen nie jemand Notiz nehmen wird. Eric brauchte eine Minute länger und ist jetzt ein Star. Frenetisch wurde er in der Halle angefeuert, als er auf dem Weg ins Ziel schier abzusaufen drohte. Am Ende verdiente er sich eine Standing Ovation.
Eric, der für sein Land bei der Eröffnungsfeier die Fahne getragen hat, ist Meister seines Landes, trainiert in einem 20 Meter langen Hotelpool und hatte als Bestzeit 1:09 Minuten angegeben. 1:10 war die vom IOC geforderte Qualifikationszeit.
Eric hat ohne Zweifel geschwindelt, um bei Olympia dabei zu sein. Angesichts der neusten Dopingbetrügereien eine sympathische Lüge.