Erste Bergetappe: Der Exodus der Sprintstars - DER SPIEGEL
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Erste Bergetappe Der Exodus der Sprintstars

Vier Etappen hat der Italiener Alessandro Petacchi in der ersten Woche der Tour de France gewonnen. Am Samstag allerdings ging es vom flachen Land ins Gebirge. Und schon am ersten Alpenanstieg gab der Sprintstar auf.
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Morzine - Für die Sprint-Asse Alessandro Petacchi (Fassa-Bortolo), Olaf Pollack (Gerolsteiner) und Jaan Kirsipuu (AG2R) sowie den deutschen Zeitfahrmeister Michael Rich (Gerolsteiner) war schon die erste von sieben Bergetappen der 90. Tour de France zu viel. Als erster stieg am Samstag der viermalige Etappensieger Petacchi auf dem 230,5 Kilometer langen Teilstück von Lyon nach Morzine aus.

Der Träger des Grünen Trikots gab schon bei Kilometer 52 auf, nachdem er beim Aufstieg zum Col de Portes, einem Bergpreis der zweiten Kategorie, den Anschluss verloren hatte, und zog sich damit den Ärger seines Teamchefs Giancarlo Ferretti zu. "Ich verstehe ihn nicht", sagte der Fassa-Bortolo-Boss: "Er hat aufgehört, als er hinter dem Feld war, aber nur eine Minute oder eineinhalb. Er war vor der Etappe nicht krank und nichts." Noch am Freitag hatte Petacchi angekündigt, im Gegensatz zu seinem Landsmann Mario Cipollini die Tour in jedem Fall beenden zu wollen.

Gleich von zwei Ausfällen betroffen war am Samstag Tour-Neuling Team Gerolsteiner mit den Aufgaben von Pollack und Rich. "Er hatte enorme Knieprobleme, die noch von dem Massensturz am vergangenen Sonntag herrührten", sagte Pressesprecher Mathias Wieland zum Ausfall von Pollack.

Dass Rich nicht über die Berge kam, war keine Überraschung mehr. Teamchef Hans-Michael Holczer hatte am Freitag auf die Frage, ob er bei seinen Zeitfahrern Rich und Uwe Peschel Bedenken in den Alpen habe, geantwortet: "Bei Peschel nicht, bei Rich schon." Der Alllgäuer selbst hatte lapidar erklärt: "Angst habe ich keine. Entweder komme ich über den Berg oder nicht."

Wie Estlands Zeitfahrmeister Kirsipuu, der damit bei zehn Tour-Teilnahmen noch nie auf dem Champs-Elysees ankam, schieden auch die Spanier Luiz Perez (Cofidis) und Jesus Manzano aus. Kelme-Profi Manzano erlitt auf der Portes-Anfahrt einen Hitzschlag, stürzte und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Insgesamt sind noch 190 von 198 in Paris gestarteten Fahrern im Rennen. Die am vergangenen Sonntag gestürzten Rabobank-Profis Levy Leipheimer (USA) und Marc Lotz (Niederlande) waren zur zweiten Etappe nicht mehr angetreten, am Freitag erwischte es den Spanier Angel Vicioso (Once) und den Italiener Fabio Baldato (Alessio).