Fall Baumann Und jetzt noch eine Schamhaar-Analyse
Magdeburg - Auf schriftliche Anweisung des Rechtsausschusses des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) unterzog sich der unter Dopingverdacht stehende 5000-m-Olympiasieger einer Analyse seiner Schamhaare. Das berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Danach wird die Untersuchung der Haare auf Gehalt des anabolen Steroids Norandrostendion in Straßburg im Institut von Pascal Kintz durchgeführt. Mit einem Ergebnis sei laut Baumann frühestens kommenden Freitag zu rechnen. "Ich habe stets beteuert, dass ich ein gläserner Athlet bin. Also mache ich aus das mit", meinte Baumann.
Bei dem 35-jährigen Langstreckler aus Tübingen war bei zwei nationalen Trainingskontrollen am 19. Oktober und 12. November Nandrolon in unzulässig hoher Konzentration gefunden worden. Seither ist Baumann, der stets seine Unschuld beteuert, vom DLV von allen Wettkämpfen suspendiert. Er sieht sich als Opfer eines Anschlags, nachdem in seiner Wohnung zwei mit 19-Norandrostendion verunreinigte Zahnpastatuben gefunden wurden.
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen unbekannt wegen vorsätzlicher Körperverletzung sind ergebnislos eingestellt worden. Zuletzt war Baumann mit dem Versuch gescheitert, per Einstweiliger Verfügung seine Startgenehmigung gerichtlich zu erstreiten.