Fall Leipold: Weltverband sperrt alle deutschen Ringer - DER SPIEGEL
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Fall Leipold Weltverband sperrt alle deutschen Ringer

Der Ringer-Weltverband (Fila) hat seine Drohung im Dopingfall Alexander Leipold wahr gemacht und alle Athleten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) international gesperrt.
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Frankfurt am Main - Der Ringer-Weltverband (Fila) hat alle deutschen Ringer mit sofortiger Wirkung und auf unbestimmte Zeit von internationalen Turnieren ausgeschlossen. Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) wurde am Montag schriftlich von der Fila über diesen Schritt informiert. Mit der Sperre zieht die Fila die Konsequenzen aus dem Doping-Fall um Alexander Leipold und der anschließenden juristischen Auseinandersetzung.

"Ich bin von der Entscheidung der Fila überrascht. Es laufen zurzeit noch Telefonate zwischen uns und dem Weltverband", erklärte DRB-Generalsekretär Karl-Martin Dittmann. Seiner Einschätzung nach hat der Weltverband die Sperre ausgesprochen, ohne eingereichte Unterlagen des DRB einzusehen. "Ich denke, die Entscheidung wurde getroffen, ohne das unsere Stellungnahme gelesen wurde. Ich hoffe, die Sperre wird kurzfristig wieder aufgehoben", sagte Dittmann.

Entscheidung am 1. März


Am 1. März steht die Entscheidung des DRB-Rechtsausschusses in zweiter Instanz über einen Antrag des Ringer-Bundes auf eine zwölfmonatige Wettkampfsperre Leipolds aus. In erster Instanz hatte der Rechtsausschuss den Antrag einer Sperre abgelehnt. Anschließend war Leipold für seinen Verein VfK Schifferstadt wieder in der Bundesliga angetreten. Die Fila hatte dem DRB daraufhin mehrfach eine Sperre angedroht.

Ebenfalls am 1. März findet vor dem Landgericht Frankfurt/Main eine mündliche Verhandlung über die Einstweilige Verfügung gegen Leipold statt. Das Gericht hatte am 16. Februar eine vorübergehende Sperre gegen den Ringer verhängt. Dem 31-Jährigen war wegen eines Nandrolon-Nachweises die olympische Goldmedaille von Sydney wieder aberkannt worden.