Fall Lewis: Die Schlinge zieht sich zu - DER SPIEGEL
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Fall Lewis Die Schlinge zieht sich zu

Für den verhafteten NFL-Star Ray Lewis, der in einen zweifachen Mordfall verwickelt ist, wird die Luft immer dünner. Die Polizei von Atlanta hat Haftbefehle gegen zwei Freunde des Linebackers ausgestellt, die vor der fatalen Schlägerei mit Lewis gefeiert haben.
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Atlanta - Die Polizei in Atlanta hat im Fall der "Super-Bowl-Morde" zwei weitere Haftbefehle ausgestellt und den bereits angeklagten Footballstar Ray Lewis der Lüge und mangelnder Kooperation bezichtigt. Die Haftbefehle richten sich gegen zwei mehrfach vorbestrafte Freunde des Star-Verteidigers vom NFL-Team Baltimore Ravens. "Lewis hat bislang nichts getan, außer zu lügen und falsche Aussagen zu machen", sagte ein Polizeisprecher.

In der Nacht nach dem Super Bowl zwischen den St. Louis Rams und den Tennessee Titans am 30. Januar waren in Atlantas Vergnügungsviertel Buckhead zwei Männer erstochen worden. Lewis war am nächsten Morgen verhaftet worden und hat sich bislang unkooperativ gezeigt. Ihm drohen lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Die Polizei von Atlanta ist sich sicher, dass die unmittelbare Täterschaft bei Lewis und seinen Begleitern zu suchen ist. Lewis' Verteidiger behauptet hingegen, sein Mandant wollte lediglich die Streitigkeiten verhindern. Dem stehen Augenzeugenberichte gegenüber, die besagen, Lewis hätte vor den tödlichen Messerstichen auf eines der Opfer eingeschlagen. Zudem hat die Polizei festgestellt, dass die Tatwaffe einige Tage zuvor von einem der beiden Freunde während einer Autogrammstunde in Atlanta, die Lewis in einem Sportgeschäft gab, gekauft worden war.

Ray Lewis ist nach Rae Carruth von den Carolina Panthers der zweite NFL-Star, der wegen Mordes angeklagt ist. Carruth wird ein Auftragsmord an seiner schwangeren Lebensgefährtin zur Last gelegt.