Fecht-WM: Deutsche Degendamen gewinnen Bronze - DER SPIEGEL
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Fecht-WM Deutsche Degendamen gewinnen Bronze

Imke Duplitzer hat nach ihrem überraschenden Aus im Einzelwettbewerb zumindest mit der Mannschaft Edelmetall geholt. In einem spannenden Duell gegen Russland sicherten sich die Degendamen am Ende den dritten Platz.
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Leipzig - Damit sind die favorisierten deutschen Damen bei den Fecht-Weltmeisterschaften in Leipzig nach dem Debakel im Einzel im Mannschaftswettbewerb mit einem blauen Auge davongekommen. Der Olympiazweite mit der erneut schwachen Imke Duplitzer, Britta Heidemann, Monika Sozanska und Claudia Bokel rettete dank einer Aufholjagd im Gefecht um Platz drei gegen Weltmeister und Olympiasieger Russland (26:22) wenigstens Bronze und verhinderte damit ein Fiasko für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB).

Imke Duplitzer erlebte im Einzel mit Platz 33 wie schon bei der WM auf Kuba vor zwei Jahren als Gesamt-Weltcupsiegerin einen bitteren Absturz und war in der Mannschaft ebenfalls weit von ihrer Bestform entfernt. Im Anschluss an das Bronze-Gefecht ließ sie ihrem Frust freien Lauf. "Zaubern kann ich auch nicht. Ich kam mir gegen die Französinnen heute vor wie ein Holzhacker. Wir standen mit dem Kopf einfach zu oft neben der Bahn", sagte die 30-Jährige.

Nach den Zittersiegen gegen Außenseiter Rumänien (42:37), als das Team von Bundestrainer Manfred Kaspar auf Grund der völlig neben sich stehenden und sofort ausgewechselten Bokel bereits 11:20 zurücklag, und einer Leistungsteigerung gegen Polen (41:30) folgte erneut das vorzeitige Ende aller Gold-Träume. Beim 38:45 gegen Frankreich mit Fecht-Ikone Laura Flessel-Colovic hatte das Team nie eine Chance.

Die Säbelherren konnten sich den insgeheim gehegten Traum einer Mannschaftsmedaille nicht erfüllen. Die Mannschaft mit Junioren-Weltmeister Nicolas Limbach (Dormagen), Dennis Bauer (Koblenz), Christian Kraus (Eislingen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) musste sich im Viertelfinale dem favorisierten Olympiasieger Frankreich mit 36:45 beugen, feierte aber mit dem 45:32 zum Auftakt gegen Weltmeister Rumänien zumindest einen Achtungserfolg. Gold ging wie 2003 auf Kuba an Russland, dass sich im Finale gegen Italien mit 45:44 durchsetzte.