Fechten Deutsches Säbelteam holt Bronze
Sydney - "Diesmal haben wir richtig reingehauen und denen gezeigt, wie es geht", sagte Alexander Weber nach dem 45:27-Sieg im kleinen Finale über Rumänien, der der deutschen Säbel-Mannschaft die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen sicherte. In die Aussage des Nachrückers mischte sich der ganze Frust des Teams nach der knappen Niederlage im Halbfinale gegen Welt- und Europameister Frankreich 44:45.
Mit dem dritten Platz für das Trio Wiradech Kothny, Dennis Bauer und Alexander Weber, der zweiten Mannschaftsmedaille nach Bronze im Frauen-Florett, erhöhte der Deutsche Fechter-Bund die Anzahl der gewonnenen Medaillen in Sydney auf fünf. Nach Abschluss der Wettbewerbe belegt Deutschland (zweimal Silber, dreimal Bronze) zusammen mit Italien in der Nationenwertung Platz zwei hinter Frankreich (sechs Plaketten).
Dennoch fiel das Fazit von Matthias Behr wenig freundlich aus. Der deutsche Teamchef kritiserte insbesondere den Egoismus einiger Athleten. "Im Moment haben wir Fechter dabei, die sich nur auf ihren Einzeleinsatz konzentrieren. Diese Einstellung hat uns in den Mannschaftswettbewerben Medaillen gekostet", kritisierte der 45-Jährige und spielte damit insbesondere auf das schwache Abschneiden der mitfavorisierten Degen- und Florett-Männer sowie der Degen-Frauen an. "Früher sind wir zu Olympia gefahren, um in erster Linie Medaillen mit der Mannschaft zu gewinnen", betonte Behr, Olympiasieger von 1976.
Das Finale im Mannschafts-Säbelfechten gewann am Sonntag Rußland gegen Frankreich.